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Stadt Wolfsburg Nein aus dem Ortsrat für Provisorium am Nordkopf
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Nein aus dem Ortsrat für Provisorium am Nordkopf
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10:57 25.01.2017
Knotenpunkt am Wolfsburger Nordkopf Tower (WNT): Die Planung der Verwaltung für die Verkehrsführung gefällt dem Ortsrat nicht. Quelle: Sebastian Bisch
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Stadtmitte

„Es ist ein Armutszeugnis, dass wir uns heute über ein Provisorium unterhalten - man braucht doch einen Plan für die Gesamtsituation“, kritisierte Uwe Conradt (Grüne). Oliver Iversen (Straßenbau und Projektkoordination) entgegnete: „Planung lebt!“ Doch er konnte die Mehrheit nicht vom Projekt überzeugen. Jens Tönskötter (PUG) kritisierte den hohen Geldbetrag (Gesamtkosten 1,17 Millionen Euro), Jens Thurow (CDU) fehlende Alternativen und die Tatsache, dass nach Einführung der alten Verkehrsführung für Autofahrer „die Abkürzung über den Willy-Brandt-Platz wieder belohnt wird“. Weitere Kritikpunkte waren, dass wegen der notwendigen Verlegung einer Bushaltestelle weitere Parkplätze wegfallen würden und kein Behindertenparkplatz direkt vor dem WNT vorgesehen ist. Vier Ja-Stimmen standen schließlich fünf Nein und sieben Enthaltungen gegenüber.

Mehr Erfolg hatte Iversen damit, das Gremium von den hohen Kosten (400.000 Euro) für den neuen Belag an vier Bushaltestellen am Bahnhof zu überzeugen. Dafür würde der diesmal nicht nur fünf sondern 25 Jahre halten. Nur PUG und Linke stimmten dagegen.

Lob gab‘s dann doch noch: Für die geplante Sanierung der Fußgängerfurt auf der Pestalozziallee - mit 103.000 Euro deutlich billiger als 2012 ursprünglich geplant. „Eine gute Lösung“, so Hedi Rehse (SPD). Einstimmig sprach sich der Ortsrat auch für die Renaturierung der Aller und für den Abriss der Jugendwerkstätten in der Dieselstraße aus - allerdings mit der Mahnung von SPD und PUG verbunden, es müsse eine neue Fläche für Grafitti-Kunst gefunden werden.

Weitere Kontrollen am Köhlerberg

Über die Verkehrssituation am Köhlerberg berichtete Ordnungsamtsleiter Andreas Bauer im Ortsrat Stadtmitte. Vorerst sollen verstärkt Kontrollen von Parkenden weitergeführt werden, über temporäre Hindernisse zur Verengung der Straße Am Rotheberg wird das Gremium im März entscheiden.

Diese Straße zu einer unechten Einbahnstraße zu machen, indem die Einfahrt aus der Braunschweiger Straße verboten wird, wäre eine Möglichkeit zur Beruhigung, die aber Gegner – auch unter Anwohnern – hat. Oberbürgermeister Klaus Mohrs würde darauf gern verzichten. Er sieht schon Verbesserungen, zum Beispiel dadurch, dass der Linienbusverkehr wegfiel. Die Belastung zu Stoßzeiten rund um die Eichendorffschule könne man kaum vermeiden. „Das ist überall an Schulen so.“ Zu begrüßen sei der Plan des Ordnungsamts, ein Pädagogikprojekt mit Schülern anzuregen, um moralisch Druck auf Eltern auszuüben – und parallel weiter zu kontrollieren. Bei elf Kontrollen zwischen dem 9. und 20. Januar hatte der städtische Ordnungsdienst 75 Verwarnungen verteilt. Laut Bauer wird auch geprüft, ob der Bereich teilweise zur Anwohner-Parkzone werden kann. Der Ortsrat regte die Einrichtung einer zentralen Schüler-Ablade-Station an.

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