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Stadt Wolfsburg Nebenberuf Winzer: Günther Jauch stellte eigenen Wein vor
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Nebenberuf Winzer: Günther Jauch stellte eigenen Wein vor
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00:18 27.11.2017
Restaurant Terra: Küchenchef Oskar Majewski (l.) und Hoteldirektor Marcus Scharon organisierten ein Menü passend zu Jauchs Weinen.  Quelle: Matthias Leitzke
Wolfsburg.

 Ein schönes, spannendes Winzer-Dinner erlebten die Gäste jetzt im Ritz-Carlton – zu Gast war Günther Jauch. WAZ-Journalistin Frederike Müller traf den TV-Moderator und Winzer vor dem Essen zum Interview.

Herr Jauch, Sie haben als Kind schon Ihre Schulferien auf dem Weingut Von Othegraven bei Ihrem Großonkel und Ihrer Großtante verbracht – bis zu Ihrem zwölften Lebensjahr. Haben Sie aus der Zeit eine Lieblingserinnerung an das Weingut?

Also ich will ja nicht sagen, dass ich ein Berliner Kellerkind war. Aber so als Berliner Schulkind fand ich natürlich diese Weite beeindruckend, die Natur, die Ruhe, das, was da an Tieren auch noch rumgelaufen ist. Das war nicht so ein Handtuchgarten wie bei uns zu Hause, sondern eben ein zweieinhalb Hektar im Stil eines englischen Gartens angelegter Park. Und dazu kommt, dass mein Großonkel und meine Großtante in einem Gutshaus residierten, und zwar alleine, nur tagsüber kam noch Personal dazu. Inzwischen haben wir das alles so organisiert, dass wir mehrmals im Jahr mit 30 Saisonarbeitern unter einem Dach wohnen. Das Leben hat sich da schon geändert.

Guten Wein für fünf Euro?

Gibt es guten Wein unter fünf Euro?

Aah, die Steinbrück-Frage! (lacht) Wie definieren Sie „guten Wein“?

Einer, der keine Kopfschmerzen hinterlässt und den Sie gerne trinken würden?

Also sagen wir so: Sauberen Wein gibt es auch unter fünf Euro. Die Qualität des deutschen Weins hat sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch verbessert. In den unteren Preissegmenten ist das sicherlich am stärksten spürbar. Insofern liegt das immer in der Zunge des Betrachters, des Verkostenden, ob ihm irgendetwas schmeckt. Ich gebe zu, dass ich so in dem Preissegment zwischen fünf und zehn Euro eher fündig werde. Und alles, was dann darüber hinausgeht, ist dann die hohe Schule. Wir sind Mitglied des Verbands der Prädikatsweingüter, gehören damit also zu den 200 besten Weingütern in Deutschland. Und wir haben eine Besonderheit: Bei uns gibt es ausschließlich Steillagen, und zwar extreme Steillagen. Und es sind alles sogenannte große Lagen, also von der Klassifizierung her sind die in der höchsten Stufe. Und diese exzeptionelle Lage, verbunden mit der extrem aufwendigen Handarbeit, führt dazu, dass die Trauben im Grunde einzeln selektiert werden. Damit wächst die Qualität und der Preis liegt dann jenseits der zehn Euro. Wir bekennen uns also dazu, dass wir mit dem Weingut von Othegraven so das obere Prozent bedienen, was Riesling in Deutschland betrifft.

Werksführung in Wolfsburg

Welchen Wein trinken Sie privat gerne?

In Restaurants und eigentlich auch zu Hause trinke ich fast ausschließlich andere Weine. Meinen eigenen kenne ich ja schon. Da interessiert mich eher: Wie arbeiten die Kollegen? Wie sieht deren Flasche aus, wie verhält sich der Wein am Gaumen?

Vor gut einem Jahr waren Sie schon mal zum Winzerdinner hier. Bleiben Sie noch ein bisschen in Wolfsburg, haben Sie hier noch was vor?

Ich habe vor etwa 40 Jahren in München zum letzten Mal eine Autofabrik besucht, die von BMW. Da gab es noch wahnsinnigen Lärm, und Menschen haben mit roher Gewalt die Abschlepphaken an den 5er-BMW rangeschweißt – das hat mich damals wahnsinnig beeindruckt. In Wolfsburg mache ich eine Werksführung bei VW, und bin natürlich gespannt, wie automatisiert das inzwischen ist und wie so ein Auto heute zusammengesetzt wird. Und das Kunstmuseum würde ich mir gerne noch ansehen.

 Interview: Frederike Müller

Von Frederike Müller

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