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Naturschutz gilt nur bis zur Grundstücksgrenze

Wolfsburg Naturschutz gilt nur bis zur Grundstücksgrenze

Der Bau von sieben Mitarbeiterwohnungen der Diakonie auf ihrem Gelände auf dem Klieversberg (WAZ berichtete) stößt auf ein geteiltes Echo bei den Bürgern und in der Politik. Die Verwaltung verspricht lediglich, künftig früher zu informieren.

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Bau am Klieversberg: Hier entstehen Wohnungen für Diakonie-Mitarbeiter. Der Naturschutz gilt nur bis zur  Grundstücksgrenze.

Quelle: Manfred Hensel

Die Genehmigung sei rechtens, sie basiere auf einem Bebauungsplan aus den 1970er Jahren. Dass Wiesen und Erdformation am Klieversberg unter Schutz stehen, wie 2012 zugesichert, stimmt; die Erdschichten sind an der Baugrube gut zu sehen. Allerdings beschränkt sich der Schutz laut Stadt „kraft Gesetzes auf Außenbereichsflächen“ und gilt nicht für das Grundstück der Diakonie.

PUG und CDU sind trotzdem sauer, weil eine schraffierte Karte 2012 einen anderen Eindruck erweckte und weil durch die Baufahrzeuge auch der Außenbereich beeinträchtigt werde. Martina Breier (SPD) meint: „Wir werden nichts machen können, aber die Verwaltung muss Rede und Antwort stehen - wie sollen wir sicher sein, dass so etwas nicht wieder passiert?“ Elke Braun (Grüne) will sich selbst erst genauer informieren, denn: „Man muss abwägen, wir brauchen ja dringend Pflegepersonal.“

Ähnlich sieht es Bürgerin Monika Menzel (61): „Solange es nicht 100 Wohnungen werden, kann man das akzeptieren“, sagt sie. Irmgard Otterpohl (76) aber findet: „Das muss so nicht sein. Die Natur zu erhalten ist wichtig!“ Auch Bjarne Yzer (18) findet es „schade, dass immer mehr zugebaut wird. Es ist doch eine der letzten großen Grünflächen.“ Und Klaudia Pisano-Schäfer (48) schimpft: „Die leeren Versprechungen ärgern mich. Auf dem Klieversberg wird gebaut, obwohl nichts passieren sollte - und am Dunantplatz passiert nichts, obwohl es viele fordern und eigene Ideen einbringen.“

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