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"Vorteilsannahme": Nächste Anzeige gegen Podehl

Wolfsburg "Vorteilsannahme": Nächste Anzeige gegen Podehl

Wolfsburg. Paukenschlag in der Wolfsburger Polizeiaffäre. Die Staatsanwaltschaft teilte am Dienstag mit, dass sie ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen den früheren Inspektionsleiter Hans-Ulrich Podehl führt - wegen des Verdachts der Vorteilsannahme.

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Sieht sich schon wieder neuen Vorwürfen ausgesetzt: Wolfsburgs Ex-Polizeichef Hans-Ulrich Podehl

Quelle: Roland Hermstein

Erst tags zuvor waren die Ermittlungen gegen Podehl wegen Stalking-Verdachts eingestellt worden. Eine Frage drängt sich auf: Ist dieser zeitliche Ablauf purer Zufall? Oder sieht sich Podehl mittlerweile als Opfer einer Kampagne, wer und warum auch immer diese angezettelt haben mag?

In einer knappen Mitteilung teilte die Staatsanwaltschaft Braunschweig gestern mit, dass sie „nach Eingang einer Strafanzeige aktuell ein Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Leiter der Polizeiinspektion Wolfsburg wegen des Verdachts der Vorteilsnahme“ führt. Ein Straftatbestand, der nur für Amtsträger gilt und für den bis zu drei Jahre Haft drohen. Weitergehende Angaben wollte die Staatsanwaltschaft nicht machen: Die Ermittlungen stünden noch am Anfang, es gelte die Unschuldsvermutung.

Was bedeutet das für das vom Innenministerium geführte Disziplinarverfahren gegen den ehemaligen Wolfsburger Polizeichef rund um die Stalking-Vorwürfe? Dieses werde man „fortführen, sobald uns die Akte der Staatsanwaltschaft vorliegt“, sagte Ministeriumssprecher Philipp Wedelich der WAZ. Zum gestern bekannt gewordenen neuen Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft könne man zum jetzigen Zeitpunkt nichts sagen. Aber: „Nach Abschluss dieses Ermittlungsverfahrens werden wir prüfen, ob und inwieweit dieses Ergebnis in das laufende Disziplinarverfahren einzubeziehen ist.“

Derweil tritt Kripo-Chefin Imke Krysta heute wieder ihren Dienst in Wolfsburg an. Sie war zwischenzeitlich auf eigenen Wunsch versetzt worden, nachdem sie die Stalking-Vorwürfe gegen Podehl zunächst intern gegenüber dem Braunschweiger Polizeipräsidenten Michael Pientka erhoben hatte. Auch gegen den Polizeipräsidenten läuft ein Disziplinarverfahren, weil er die Situation falsch eingeschätzt und nicht sofort Podehl versetzt habe.

fra

+++ Dieser Artikel wurde aktualisiert +++

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