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Stadt Wolfsburg Nachbarn nach Mord: „Stadt soll das dicht machen“
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Nachbarn nach Mord: „Stadt soll das dicht machen“
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00:16 17.11.2016
Großaufgebot: Die Polizei rückte am Montag mit einem halben Dutzend Mannschaftstransportern am Tatort in Vorsfelde an und suchte Beweisstücke. Quelle: Roland Hermstein
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Vorsfelde

Die Straße Am Bahnhof scheint gestern fast im Dornröschenschlaf versunken, nur wenige Hundehalter sind zum Gassigehen auf der Straße. Wären da nicht das Polizeisiegel an Sandys Eingangstür - und mehrere Dutzend Beamte der Bereitschaftspolizei, die das Gebiet nach wichtigen Spuren durchsuchen. „Klar wusste ich, was da passiert“, sagt ein Rentner, der seinen Hund ausführt. „Aber zu Gesicht bekommen hat man die Damen nur selten.“

Das empfinden manche Nachbarn in der unmittelbaren Umgebung des Tatorts anders - einige haben sich mit einem Facebook-Post an die WAZ gewandt. Die WAZ sucht die Beschwerdeführer auf, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen wollen. „Wir haben Angst“, sagt eine Frau. „Wer weiß, was noch passiert.“ Das kleine Bordell ist ihnen schon lange ein Dorn im Auge. Pausenlos würden die Damen dort wechseln, viele womöglich noch minderjährig, immer wieder würden Zuhälter in schweren Limousinen mit ausländischen Kennzeichen vorfahren: „Und im Sommer sitzen sie dann alle zusammen vor der Tür. Das geht nicht, hier leben doch auch Kinder.“ Am besten sollte die Stadt „das einfach dicht machen“.

Ein anderer Nachbar findet es „zwar nicht schön“, neben einem Bordell zu wohnen: „Aber eigentlich gab es mit dem Haus nie große Probleme.“ Das hat auch Thomas Eggestein so empfunden, der bis vor Kurzem seine Kfz-Werkstatt dort hatte. Jeden Tag sei er an dem kleinen pinkfarbenen Haus vorbei gefahren, oft auch spät: „Manchmal brannte Licht, aber vor der Tür habe ich eigentlich nie jemanden gesehen.“ Für ihn ein unauffälliger Treff: „Ich hätte nie gedacht, dass dort so etwas passiert.“

fra

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