Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Stadt Wolfsburg Nach der Wahl: Wie setzt Klaus Mohrs seine Ziele durch?
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Nach der Wahl: Wie setzt Klaus Mohrs seine Ziele durch?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:59 06.09.2016
Im WAZ-Interview: Klaus Mohrs Quelle: Manfred Hensel
Anzeige

Herr Mohrs, nach der Kommunalwahl kann es die Situation geben, dass ihre eigene SPD nicht mehr stärkste Fraktion im Rat ist. Welche Folgen hätte das für Ihre Politik?

Da warten wir mal ab, aber ich mache mir keine allzu großen Sorgen. Die allermeisten Entscheidungen wurden in der Wahlperiode immer von einer großen Ratsmehrheit getragen. Ich glaube, an den wesentlichen Zielen - Wohnraum schaffen, Bildung vorantreiben, Verkehr parallel zum Bau entwickeln - wird sich nichts ändern. Natürlich stehen die SPD und ich besonders dicht beieinander.

Würden Sie der SPD-Fraktion denn trotzdem raten, sich zumindest einen festen Partner zu suchen, um Ihre politischen Ziele durchzusetzen?

Wir werden nach der Kommunalwahl sehen, wie wir Politik verlässlich gestalten können. Das ist wichtig, weil die Stadt zurzeit in einer schwierigen Situation ist. Aber wie gesagt: Wichtige Entscheidungen wurden ohnehin meist im Sinne der Stadt gefällt, da haben gerade die großen Parteien mitgezogen.

Wie wird Ihr Umgang mit der AfD sein, falls sie in den Rat einzieht?

Ich kenne die Wolfsburger AfD-Leute nicht. Aber ich sage es mal so: Es kommt auf die Inhalte an, aber auch auf den Ton, die Werte und den Umgang im Rat. Bei mir steigt der Blutdruck, wenn es um die Ausgrenzung oder Diskriminierung von Menschen geht und wenn immer nur „Nein“ gesagt wird.

Die CDU als zweitgrößte Ratsfraktion hat zurzeit keinen repräsentativen Posten. Der Oberbürgermeister ist von der SPD, die Bürgermeisterinnen von SPD, PUG und Grünen, der Ratsvorsitzende von der SPD. Könnte sich das nach dem 11. September ändern?

Wir waren 2011 in einer besonderen Situation, weil die CDU vorher lange dominiert hatte. Wohl deswegen wurde bei der Postenvergabe im Rat so gewählt. Heute würde ich aber sagen, dass die stärksten Fraktionen einen Bürgermeisterposten bekommen müssten. Gerade in Krisenzeiten sollte man stärker zusammenrücken.

Mehrere WAZ-Leser haben in den vergangenen Tagen ihre Verwunderung darüber geäußert, dass Sie auf den Wahlplakaten der SPD zu sehen sind, obwohl Sie ja nicht zur Wahl stehen...

Es gehört sich sicherlich nicht, als Oberbürgermeister eine Wahlempfehlung abzugeben, aber das tue ich auf den Plakaten ja auch nicht. Trotzdem habe ich natürlich eine politische Präferenz. Und die trage ich so nach außen, wie es landesweit Oberbürgermeister aller Parteien machen. Ich bin schließlich ein politischer Mensch.

kn

Wolfsburg. Deutschlands führende Sozialdemokraten kommen nach Wolfsburg: Am Montag, 19. September, tagt der „kleine Parteitag“ (Konvent) mit rund 250 Teilnehmern im CongressPark. Die Delegierten beraten darüber, wie es mit den Verhandlungen über das Freihandelsabkommen CETA mit Kanada weitergehen soll.

06.09.2016

Innenstadt. Seit zehn Jahren kämpft das Phaeno mit Wasser, das von der Decke in die Tiefgarage tropft. Eigentlich sollte das Problem längst behoben sein, doch noch immer warnen Schilder an den Kassenautomaten vor dem Tropfwasser.

09.09.2016

Wolfsburg/Gifhorn. Die Galiziendeutschen planen zum Tag der Heimat eine große Aktion in Gifhorn. Am Sonntag, 11. September, gibt es in der Stadthalle mehrere Vorträge und eine Ausstellung.

09.09.2016
Anzeige