Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Nach der Wahl: Wie setzt Klaus Mohrs seine Ziele durch?

Wolfsburg Nach der Wahl: Wie setzt Klaus Mohrs seine Ziele durch?

Am 11. September werden der Rat der Stadt und die Ortsräte gewählt - aber nicht der Oberbürgermeister. Amtsinhaber Klaus Mohrs (SPD) wurde bis Ende 2019 gewählt. Über die ungewöhnliche Konstellation sprach die WAZ mit dem Stadtoberhaupt.

Voriger Artikel
Gemeinsame Geschichte: Galiziendeutsche treffen sich
Nächster Artikel
DJ-Duo entwickelt sich weiter: Neue Ära für „Puder & Zucker“

Im WAZ-Interview: Klaus Mohrs

Quelle: Manfred Hensel

Herr Mohrs, nach der Kommunalwahl kann es die Situation geben, dass ihre eigene SPD nicht mehr stärkste Fraktion im Rat ist. Welche Folgen hätte das für Ihre Politik?

Da warten wir mal ab, aber ich mache mir keine allzu großen Sorgen. Die allermeisten Entscheidungen wurden in der Wahlperiode immer von einer großen Ratsmehrheit getragen. Ich glaube, an den wesentlichen Zielen - Wohnraum schaffen, Bildung vorantreiben, Verkehr parallel zum Bau entwickeln - wird sich nichts ändern. Natürlich stehen die SPD und ich besonders dicht beieinander.

Würden Sie der SPD-Fraktion denn trotzdem raten, sich zumindest einen festen Partner zu suchen, um Ihre politischen Ziele durchzusetzen?

Wir werden nach der Kommunalwahl sehen, wie wir Politik verlässlich gestalten können. Das ist wichtig, weil die Stadt zurzeit in einer schwierigen Situation ist. Aber wie gesagt: Wichtige Entscheidungen wurden ohnehin meist im Sinne der Stadt gefällt, da haben gerade die großen Parteien mitgezogen.

Wie wird Ihr Umgang mit der AfD sein, falls sie in den Rat einzieht?

Ich kenne die Wolfsburger AfD-Leute nicht. Aber ich sage es mal so: Es kommt auf die Inhalte an, aber auch auf den Ton, die Werte und den Umgang im Rat. Bei mir steigt der Blutdruck, wenn es um die Ausgrenzung oder Diskriminierung von Menschen geht und wenn immer nur „Nein“ gesagt wird.

Die CDU als zweitgrößte Ratsfraktion hat zurzeit keinen repräsentativen Posten. Der Oberbürgermeister ist von der SPD, die Bürgermeisterinnen von SPD, PUG und Grünen, der Ratsvorsitzende von der SPD. Könnte sich das nach dem 11. September ändern?

Wir waren 2011 in einer besonderen Situation, weil die CDU vorher lange dominiert hatte. Wohl deswegen wurde bei der Postenvergabe im Rat so gewählt. Heute würde ich aber sagen, dass die stärksten Fraktionen einen Bürgermeisterposten bekommen müssten. Gerade in Krisenzeiten sollte man stärker zusammenrücken.

Mehrere WAZ-Leser haben in den vergangenen Tagen ihre Verwunderung darüber geäußert, dass Sie auf den Wahlplakaten der SPD zu sehen sind, obwohl Sie ja nicht zur Wahl stehen...

Es gehört sich sicherlich nicht, als Oberbürgermeister eine Wahlempfehlung abzugeben, aber das tue ich auf den Plakaten ja auch nicht. Trotzdem habe ich natürlich eine politische Präferenz. Und die trage ich so nach außen, wie es landesweit Oberbürgermeister aller Parteien machen. Ich bin schließlich ein politischer Mensch.

kn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Wolfsburg
VW-Promi-Fahrsicherheitstraining

Was halten Sie von einem Handy-Warnsystem für Bürger?

Kommunalwahl in Wolfsburg am 11. September 2016

Am 11. September sind die Wolfsburger aufgerufen, über die Zukunft ihrer Stadt zu entscheiden. mehr

Hier ist tierisch was los! Die WAZ hat eine neue Serie gestartet: „Mein Haustier“. Wer seinen Liebling gern in der Zeitung vorstellen möchte, hat jetzt die Gelegenheit dazu. mehr

Wolfsburg Plus - Das Wirtschaftsmagazin für Wolfsburg. Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe: Auf der Waagschale! Über den schwierigen Prozess der Unternehmensbewertung. mehr