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Nach der Bluttat von Mörse: Anklage wegen Mord erhoben

Wolfsburg Nach der Bluttat von Mörse: Anklage wegen Mord erhoben

Nach der Bluttat von Mörse am 6. März hat die Staatsanwaltschaft jetzt Anklage erhoben - wegen Mordes. Der 65-jährige Braunschweiger Wolfgang S. muss sich vermutlich vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts verantworten, weil er seine ehemalige Lebensgefährtin (64) erstochen haben soll.

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Wittenberger Straße in Mörse: Die Polizei ermittelte nach dem Mord an der 64-Jährigen.

Quelle: Gerewitz (Archiv)

Die Frau war am Abend des 6. März blutüberströmt vor ihrem Reihenhaus in der Wittenberger Straße aufgefunden worden und am folgenden Tag im Klinikum ihren schweren Verletzungen erlegen. Die Ermittlungen konzentrierten sich sofort auf ihren früheren Lebensgefährten, der nach einer Öffentlichkeitsfahndung einen Tag später in einem Braunschweiger Einkaufszentrum festgenommen wurde. Seither sitzt er in U-Haft.

Laut Anklage habe der Mann seiner Ex-Freundin vor deren Haus aufgelauert, um sie zu töten - das Opfer wollte die Beziehung nicht fortsetzen. Unfassbar grausam: Mit einem mitgebrachten Messer habe der Mann nach den Ermittlungen immer wieder auf den Kopf der Frau eingestochen, die schwerste Verletzungen erlitt.

Wochenlang hatte der Verdächtige geschwiegen, auch zur Frage der Tatwaffe. Erst einem Sachverständigen gegenüber, der die Schuldfähigkeit des Mannes überprüfen sollte, erwähnte der 65-Jährige das Messer. Die Anklagebehörde sieht laut Sprecherin Birgit Seel die Mordmerkmale der Heimtücke, der Grausamkeit und der niedrigen Beweggründe gegeben: „Im Falle einer Verurteilung hat er mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe zu rechnen.“

Zusätzlich zum Mord muss sich der Angeklagte auch für zwei Vergewaltigungen seiner Ex-Freundin am 17. Januar und 6. Februar verantworten - auch da hatte Wolfgang S. der Frau vor ihrem Haus aufgelauert.

fra

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