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Nach Unfall am Berliner Ring: Bürger kritisiert Ampelregelung

Zu kurze Grünphase für Fußgänger? Nach Unfall am Berliner Ring: Bürger kritisiert Ampelregelung

„Das musste ja mal so kommen“ , dachte sich Thomas Thiel, als er von dem Unfall mit einem Fußgänger am Berliner Ring auf einem Überweg an der Rothenfelder Straße in der WAZ las. Er findet: „Die Regelung ist unübersichtlich und einige Grünphasen sind viel zu kurz!“

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Kreuzung am Elsterwegstadion: Die Stadtverwaltung verweist auf laut Verkehrsrecht klare Wegeführung (rot: Fußgänger, blau: Radfahrer).

Quelle: Andrea Müller-Kudelka

Wolfsburg. Der Unfall passierte an der Radfahrerquerung, die von der Rothenfelder Straße in Richtung Elsterweg führt - und zwar nur in diese Richtung, da für Radler Rechtsfahrgebot gilt. Deshalb gibt es hier lediglich ein Lichtsignal, das einen Radfahrer zeigt und das nur aus Richtung Volksbank kommend sichtbar ist. „Sollte der Fußgänger verkehrswidrig die Radfahrerquerung genutzt haben, reicht natürlich die Grünzeit nicht aus, da ein Fußgänger langsamer geht“, sagt Stadtsprecherin Elke Wichmann.

Tatsächlich benutzen immer wieder Fußgänger (und auch Radfahrer in umgekehrter Richtung) diesen Überweg, statt den Verkehrsregeln folgend bis zur nächsten Querung zu gehen. Möglicherweise auch deshalb, weil sie dort fast immer in der Mitte der Straße Berliner Ring stoppen müssen: Hier gibt es jeweils zwei Fußgängerampeln - und die Grünphase der Signalanlage direkt am Elsterwegstadion dauert nur sechs bis acht Sekunden. „Für Menschen mit Rollator oder Eltern mit Kindern auf dem Laufrad ist das viel zu wenig“, kritisiert Thomas Thiel. Er ist hier häufig mit seinem Sohn (4) unterwegs. „Familienfreundlich ist die Regelung an beiden Übergängen nicht“, sagt er.

Früher, erinnert sich Thiel, waren die Grünphasen länger und Linksabbieger aus der Rothenfelder Straße wurden per Blinklicht gewarnt, dass sie auf Fußgänger achten müssen. Stimmt, sagt Polizeisprecher Sven-Marco Claus. Sicherer sei das aber nicht - im Gegenteil. „Heute kann jeder Fußgänger, der die Straße bei Grün betritt, die andere Seite erreichen, bevor überhaupt Autos kommen“, sagt er. Die Berechnung richte sich nämlich danach, wann ein Fußgänger die Fahrbahn betritt. „Viele denken, sie müssten die andere Seite auch noch während der Grünphase erreichen. Das stimmt aber nicht.“

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