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Stadt Wolfsburg Nach Krawallen am Nordkopf: Hat Wolfsburg ein Gewaltproblem?
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Nach Krawallen am Nordkopf: Hat Wolfsburg ein Gewaltproblem?
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10:39 22.08.2018
Sprach über Sicherheit in der Stadt und bei Fußballspielen: Polizeichef Olaf Gösmann beim Kreisparteitag der CDU. Quelle: Frederike Müller
Stadtmitte

Zu der Massenschlägerei im Nordkopfbereich erklärte Gösmann, er könne nachvollziehen, wenn solche Eskalationen den Wolfsburgern Angst machten. Doch er empfahl, die Gefahr nicht überzubewerten: Die Verwahrlosungserscheinungen in anderen Städten seien weitaus schlimmer.

Die Gewalt habe außerdem hauptsächlich untereinander stattgefunden. Den problematischen Gruppen wolle die Polizei auch weiterhin „Präsenz und aktive Kontrollen“ entgegensetzen. „Wolfsburg hat kein Gewaltproblem“, stellte Gösmann klar.

Gösmann: „Man kann hier gut und sicher leben“

Auch sonst zeigte er sich zufrieden: Wolfsburg sei „kein friedvolles Himmelreich, aber man kann hier noch hinreichend gut und sicher leben“ – in einer mittleren Großstadt wie Wolfsburg könne man ein ganz anderes Niveau erwarten.

Polizeichef beruhigt: „Wolfsburg hat kein Gewaltproblem“

Sogar die Bundesligaspiele des VfL seien aus Sicht der Polizei zwar immer eine zusätzliche Belastung, aber kein großes Problem. Dank einer guten Zusammenarbeit von Stadt, Polizei und Verein habe man lediglich 120 bis 130 gewaltbereite Personen in der „Problemszene“. Von 108 Verfahren in der letzten Saison richtete sich zudem laut Gösmann nur ein Fünftel gegen Wolfsburger Fans.

Kleberattacken und Einbrüche treiben Zahl der Straftaten in die Höhe

Insgesamt wurden der Polizeidirektion Wolfsburg/Helmstedt im letzten Jahr 8274 Straftaten aus dem Stadtbereich Wolfsburg bekannt – „dieses Jahr werden wir wohl ein paar Hundert mehr haben“, so der Inspektionsleiter. Grund seien zum einen die noch immer nicht aufgeklärten Kleberattacken auf Autos und zum anderen Einbrüche in Mehrfamilienhäuser.

Die Täter agierten überörtlich und hätten es auf teure Werkzeuge und Fahrräder in den Kellern abgesehen, nähmen aber auch schon mal Luftmatratzen und Bierkästen mit. Dieser Trend sei nicht nur in Wolfsburg zu beobachten, so Gösmann. Zum Glück gehen die Täter jedoch recht stümperhaft vor, weiß Gösmann: „50 Prozent kriegen die Tür gar nicht auf.“

Von Frederike Müller

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