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Nach Einzug in Stadtrat: Familienpartei droht Spaltung

Wolfsburg Nach Einzug in Stadtrat: Familienpartei droht Spaltung

Wolfsburg. In der Wolfsburger Familienpartei rumort es. Gerade hat die 2. Vorsitzende Hannelore Bolewicki den Einzug in den Rat geschafft, da spricht Landesvorsitzender Bastian Michel ihr und Partei-Sprecher Maik Nahrstedt sein Misstrauen aus. Gegenseitige Anschuldigungen und Vorwürfe stehen jetzt an der Tagesordnung.

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Nach der Kommunalwahl: Familienpartei-Landtagsabgeordneter Siegfried Gentel (r.) gratulierte Hannelore Bolewicki und Maik Nahrstedt zum Wahlerfolg. Inzwischen ist die Partei verkracht.

Was ist passiert? Laut Michel gebe es seit vier Wochen Zoff. Die beiden Mitglieder Hannelore Bolewicki und Maik Nahrstedt würden eigenmächtig handeln, außerdem habe es immer wieder Sticheleien gegen den Vorstand gegeben. Eine Zusammenarbeit als Team sei nicht gegeben.„Ich wünsche mir eine Aussprache, aber die ist aktuell nicht möglich“, so Michel. Nach Rücksprache mit den übrigen Partei-Mitgliedern kündigte er beiden die Zusammenarbeit auf. Und: „Maik Nahrstedt ist es nicht mehr gestattet, Pressemitteilungen im Namen der Familien-Partei zu verfassen“, so Michel weiter.

Sprecher Maik Nahrstedt ist überrascht: „Das ist totaler Quatsch. Frau Bolewicki ist weiter stellvertretende Vorsitzende und ich bin Pressesprecher. Und dies wird auch beides so bleiben. Es hat innerhalb der Familienpartei gar keine Mitgliederversammlung mit einem entsprechenden Beschluss gegeben.“ Und weiter: „Mit Herrn Michel ist eine Zusammenarbeit nicht möglich, er versucht, die Ortsgruppe über Facebook zu leiten.“ Auch Hannelore Bolewicki ist erstaunt: „Das ist doch albern, was da geschieht. Herr Michel ist wohl sauer, dass er nicht im Rat sitzt und schadet gerade der Familienpartei.“

Formal gesehen können der Parteisprecher Maik Nahrstedt und die 2. Vorsitzende Hannelore Bolewicki erst in einer Mitgliederversammlung ihrer Ämter enthoben werden. Laut Michel soll dies Ende September geschehen.

jes

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