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Nabu: Falsche Fütterung gefährdet Vögel

Wolfsburg Nabu: Falsche Fütterung gefährdet Vögel

Haben Sie auch ein Futterhäuschen für Vögel im Garten oder am Balkon? Laut Naturschutzbund (Nabu) sollten Sie es erst auffüllen, wenn es eine geschlossene Schneedecke gibt. Bei zweistelligen Temperaturen könne es für die Vögel, denen man helfen will, sogar gefährlich sein, warnt Michael Kühn, Nabu-Vorsitzender in Wolfsburg.

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Das perfekte Futter für Vögel: Michael Kühn hat Sträucher im Garten, die auch im Winter Beeren tragen - von Vogelhäuschen hält er nichts.

Quelle: Britta Schulze

Wolfsburg. „2016 gab es an drei verschiedenen Stellen in Wolfsburg ein Grünfinken-Sterben“, sagt Kühn. Hilfesuchend riefen die Futterhäuschen-Besitzer deshalb beim Nabu an. „Wenn die Temperaturen höher sind, entwickelt sich ein Virus durch den Vogelkot in den Futterkörnern“, erklärte Kühn. Das sei besonders bei den „Ganzjahres-Fütterern“ ein Problem, mittlerweile aber auch in zu warmen Wintermonaten. Ganz problematisch sei das Verfüttern von Küchenabfällen. Dann schon lieber handelsübliches Vogelfutter, so Kühn. Und zwar möglichst in Häuschen mit separierter Futterröhre, die nur einzelne Körner freigibt.

Kühn selbst hält eigentlich grundsätzlich nicht viel von der Vogelfütterung. „Wir tun das nicht für die Vögel, sondern für uns“, sagt er - weil sich viele Menschen eben freuen, wenn sie die gefiederten Freunde vor dem Fenster beobachten können. Diese Freude will Kühn ihnen nicht nehmen. „Aber solange kein Schnee liegt, ist die Fütterung wirklich sinnlos“, meint er. Und für die Umwelt - speziell für Zugvögel, die erst im Frühjahr wiederkommen - sei sie so oder so eher kontraproduktiv. „Wir fördern die häufigen Arten wie Meisen, Amseln oder Finken. Und die belegen dann im Frühjahr auch die Brutstätten der Vögel, die zurückkommen, wenn es wieder mehr Insekten gibt.“

Er selbst hat kein Futterhäuschen im Garten. Dafür aber Sträucher, die auch im Winter Beeren tragen. Liguster eignen sich da zum Beispiel, Ebereschen oder Holunder.

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