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Nabu-Chef Kühn ist Beauftragter für Naturschutz

Ehrenamt in Wolfsburg Nabu-Chef Kühn ist Beauftragter für Naturschutz

Als Umwelt-Experte berät Michael Kühn künftig Fachausschüsse und dient als Vermittler bei Bürgern, Bauern und Vereinen. Das Ehrenamt übernimmt er vorerst für fünf Jahre. Die Aller-Renaturierung wird eines der wichtigsten Projekte sein, die er begleitet.

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Ehrenamtlicher Einsatz: Umweltamtsleiter Horst Farny (l.) und Erster Stadtrat Werner Borcherding (r.) begrüßten Wolfsburgs neuen Naturschutzbeauftragten Michael Kühn in seinem Amt.
 

Quelle: Gero Gerewitz

Wolfsburg.  1981, als Jugendlicher, rettete der gebürtige Wolfsburger Michael Kühn Kröten am Fuhrenkamp, später wurde er Vorsitzender des Nabu. Und er arbeitet bis heute bei Volkswagen ebenfalls im Bereich Umweltschutz. Jetzt ist der 48-Jährige auch noch Beauftragter für Naturschutz und Landschaftspflege in Wolfsburg – vorerst für die nächsten fünf Jahre.

Erster Stadtrat Werner Borcherding und Horst Farny, Leiter des Umweltamts, freuen sich, einen fachlich so versierten Nachfolger für Forstwirt und Jäger Jürgen Schröder gefunden zu haben, der sich im Juni nach 31 Jahren aus dem Amt verabschiedet hatte. „Von Schröder habe ich viel gelernt“, sagt Kühn.

„Für uns ist diese Lösung ein Glücksgriff“, sagt Borcherding. Kühn habe eine breite Akzeptanz, das sei wichtig für die Aufgabe als Vermittler. „Er ist natürlich unabhängig“, betont Farny. Kühn bemerkt, ihm sei wichtig, „dass die Fakten auf dem Tisch liegen und die Natur bei der Suche nach Kompromissen nicht hinten runterfällt“.

Im Bürgerdienste- und im Bauausschuss sei sein Wort gefragt, so Borcherding. Dort will Kühn Wolfsburgs Natur verteidigen. „Eine so hohe Qualität des Grüns gibt es nicht in jeder Stadt. Und das ist Lebensqualität“, sagt der Umweltschützer. „Wichtig ist, vernetzte Strukturen zu schaffen, im Interesse von Mensch und Natur“, meint Kühn. Die Renaturierung der Aller bei Kästorf sei eine Erfolgsgeschichte, im Bereich Vorsfelde gehe es jetzt weiter: „Hochwasserschutz, Naturschutz und Naturerleben kombiniert, eine Win-Win-Situation“, so Kühn. Ein Ziel sei immer, fast verlorene Tierarten zurückzuholen – wie das Rebhuhn.

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Quelle: privat

Vorschläge für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen wegen der fortschreitenden Versiegelung von Flächen einzubringen, das betrachtet er als eine seiner Hauptaufgaben. Sinnvoll sollten die sein und nachhaltig. „Wir können uns nicht leisten, Geld zu verschenken.“ Bürgern ebenso wie Bauern wolle er dabei vermitteln, warum bestimmte Maßnahmen – zum Beispiel im Barnstorfer Wald – wichtig sind. Barnstorf bilde mit Drömling, Barnbruch und Stadtforst ein wichtiges Netzwerk für Tier und Mensch.

Von Andrea Müller-Kudelka

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