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Mutmaßlicher Feuerteufel: Drei Jahre Haft wegen Einbrüchen

18-Jähriger vom Amtsgericht verurteilt Mutmaßlicher Feuerteufel: Drei Jahre Haft wegen Einbrüchen

Bis vor zwei Tagen saß ein 18-Jähriger „nur“ in Untersuchungs-Haft, dem die Polizei die Containerbrand-Serie zur Last legt. Mittlerweile brummt der junge Mann richtig - das Amtsgericht verurteilte ihn zu drei Jahren Jugendstrafe wegen diverser Einbrüche.

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Beispiellose Serie von Brandstiftungen: Der mutmaßliche Täter wurde inzwischen wegen diverser anderer Delikte zu einer Haftstrafe verurteilt. Foto: Gero Gerewitz (Archiv)

Quelle: Gero Gerewitz

Wolfsburg. Am 6. Dezember war der 18-Jährige in Fallersleben in die benachbarten Kneipen „Das Büro“ und „No Limit“ eingebrochen und hatte vier Spielautomaten brachial geknackt - Beute mehrere tausend Euro, Schaden 15.000 Euro. Weil Drogendelikte, Fahren ohne Führerschein und Vorstrafen dazu kamen, warf das Amtsgericht drei Jahre Jugendknast aus - eine in diesem Alter ungewöhnlich hohe Strafe.

Schlimme Serie geht weiter: Der Serienbrandstifter hat wieder zugeschlagen und zahlreiche Müllcontainer angezündet.

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Festgenommen hatte die Polizei den 18-Jährigen wenige Tage nach dem Einbruch, seit dem 14. Dezember saß er in U-Haft. Und die Ermittler glauben, in ihm auch den Hauptverdächtigen für die Mehrzahl der 63 Containerbrände geschnappt zu haben, die seit Mitte August die Menschen vor allem in Westhagen und Fallersleben in Angst und Schrecken versetzte. Dort spielte sich die Mehrzahl der Brände ab, dort brannten Autos komplett aus, griffen die Flammen auch auf Häuser über.

Foto: Einbruch ins „Büro“ in Fallersleben: Auch diese Tat geht auf das Konto eines 18-Jährigen.

Der 18-Jährige selbst kommt aus Fallersleben, seit seiner Festnahme habe die Zahl der Brandstiftungen - möglicherweise gibt es weitere Trittbrettfahrer - rapide abgenommen: In den Augen der Polizei ist der Feuerteufel gefasst. Doch lassen sich ihm die Taten auch nachweisen? Schwierig, hatte Fachkommissariatsleiter Andreas Waldhof bereits eingeräumt: „Es wurde kein Brandbeschleuniger verwendet, es gibt kaum Spuren.“ Mittlerweile ist das Verfahren bei der Staatsanwaltschaft anhängig, auch dort ist man bisher zurückhaltend. „Ja, es besteht ein Anfangsverdacht“, bestätigte Sprecher Christian Wolters der WAZ. Ob sich dieser allerdings derart erhärte, dass es für eine Anklage ausreicht, sei „derzeit noch nicht absehbar“.

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