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Stadt Wolfsburg Muss Sterbenskranker das Hospiz verlassen?
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Muss Sterbenskranker das Hospiz verlassen?
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23:59 14.12.2017
Versteht die Welt nicht mehr: Muss Nadia Alizzi ihren sterbenskranken Vater wieder aus dem Hospiz holen? Quelle: Sebastian Bisch
Wolfsburg

Muss das Hospizhaus einen sterbenskranken Menschen wieder nach Hause schicken? Nadia Alizzi versteht die Welt nicht mehr, nachdem die Audi BKK die Kostenübernahme für die Unterbringung ihres schwer kranken Vaters (74) in dem Haus mit professioneller Sterbebegleitung ablehnt. Für sie unbegreiflich: „Niemand hat sich ein Bild vom aktuellen Zustand meines Vaters gemacht“ – die Entscheidung des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) fiel offensichtlich nach Papierform, die letzte Begutachtung fand im Juni statt.

Es ist eine lange und traurige Geschichte. Seit über zwei Jahren pflegt Nadia Alizzis Mutter (63) den schwer kranken Mann, dessen Gesundheitszustand sich immer weiter verschlechterte. Der Hausarzt riet zum Hospiz, das Hospiz sagte Ja und nahm den 74-Jährigen auf.

Audi BKK zahlt nicht

Doch die Audi BKK will nicht zahlen, trotz Widerspruchs, trotz Attests des Hausarztes, trotz Befürwortung des Hospizhauses. Der MDK hält eine Heim-Unterbringung für ausreichend. Und entschied offensichtlich nach Papierform – die letzte persönliche Begutachtung war im Juni. Nun soll der Patient das Hospiz am 18. Dezember verlassen; wer für die aufgelaufenen über 10.000 Euro aufkommt, steht in den Sternen. Doch ums Geld geht es Nadia Alizzi nicht: „Mein Vater soll gut betreut in Würde sterben können“, sagt sie.

Fall ist einmalig

Das Hospiz will sich zum konkreten Fall nicht äußern, doch Geschäftsführer Lucas Weiß sagt: „Ich habe in achteinhalb Jahren keinen Fall erlebt, in dem keine Kostenübernahme erfolgte.“ Diese sei der Audi BKK nicht möglich, weil der MDK zweimal die medizinischen Voraussetzung für nicht gegeben sah, sagt Pressesprecher Philipp Drinkut. Es bleibe nur die Möglichkeit der Klage vor dem Sozialgericht: „Wir bedauern, keine andere Entscheidung treffen zu können.“

Von Ulrich Franke

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