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Stadt Wolfsburg Mordfall Mirco: VW-Werk half bei Aufklärung
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Mordfall Mirco: VW-Werk half bei Aufklärung
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22:50 14.07.2011
VW half bei Ermittlung: Nach einem Zeugenhinweis suchte die Polizei monatelang nach dem Passat, den der Mörder des kleinen Mirco (kl. Foto) fuhr.
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Zum Prozessauftakt legte der Angeklagte Olaf H. (45) ein Geständnis ab. Er habe den Jungen im September 2010 sexuell missbraucht und ermordet. Auf die Spur war die Polizei dem Täter durch den Hinweis auf einen Passat, die Faserspur eines Autositzes und Ermittlungen im VW-Werk Wolfsburg gekommen.

Nachdem die Eltern von Mirco ihren Sohn als vermisst gemeldet hatten, berichtete ein Zeuge von einem auffälligen Passat der Baureihe B6 am Tatort. An der Kleidung von Mirco fanden die Ermittler außerdem die Faser eines Autositzes. Damit kamen aber noch immer sehr viele Autos als Täterfahrzeug infrage.

Die Soko Mirco aus Mönchengladbach schickte daraufhin ein Ermittlerteam ins VW-Werk nach Wolfsburg. Mehrere Tage nahmen die Beamten Proben und ließen sich alles über Autositze erklären. Weil VW in der Fahrgestellnummer seiner Autos auch Informationen über die Polsterausstattung codiert, konnte die Suche auf einen Passat B6 der Variante AR begrenzt werden. Davon hatte VW in den vergangenen Jahren rund 150.000 Stück ausgeliefert, etwa 2500 Autos in der Region Grefrath.

Ein weiterer Hinweis führte die Polizei zum früheren Dienstwagen von Olaf H., einem Telekom-Angestellten. Der Abgleich von Faserspur und Autositz brachten den Treffer. Soko-Sprecher Willy Theveßen: „Der Besuch im VW-Werk hat uns weit nach vorne gebracht.“

htz

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