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Mordanklage: „Er wollte, dass wir verbluten“

Wolfsburg Mordanklage: „Er wollte, dass wir verbluten“

Ein Geschehen, zwei Versionen - Angeklagter und Opfer schilderten die Bluttat gegensätzlich.

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Berliner Ring: Hier geschah die Bluttat.

Quelle: Roland Hermstein

Unter Tränen und von Weinkrämpfen geschüttelt sagte die 40-Jährige gestern im Zeugenstand aus. Ihr damaliger Lebensgefährte sei extrem eifersüchtig gewesen, zuletzt habe es öfter Streit gegeben. Weil sie die Beziehung beenden wollte, habe er am Morgen des 2. April gesagt: „Ich entscheide, wie es enden soll zwischen uns.“

Dass der Mann sie umbringen wollte, daran hatte die Frau keine Zweifel: „Er wollte, dass wir uns umarmen und zusammen verbluten.“ Sechs Stunden habe das Martyrium in der Wohnung gedauert, bereits am Anfang habe ihr Ex-Freund gesagt: Es wäre besser, wenn ihr Sohn nach Schulende woanders hingehe - „sonst sterben wir nicht zu zweit, sondern zu dritt“.

Eine komplett andere Version ließ der Angeklagte, der kaum Deutsch spricht, durch seine Verteidigerin vortragen. Seine Lebensgefährtin habe sowohl ihm als auch sich selbst die Schnittverletzungen beigebracht, weil sie nach einem Streit völlig außer sich gewesen sei: „Sie flehte mich an, sie totzuschlagen, damit es endlich vorbei ist.“ Als er selbst schwer verletzt glaubte, im Sterben zu liegen und einen Krankenwagen rufen wollte, habe sie gedroht: Sie lasse sich nicht als „Irre“ abstempeln und würde in dem Fall behaupten, er habe sie umbringen wollen.

fra

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Wegen versuchten Mordes muss sich ein Wolfsburger (35) seit gestern vor dem Landgericht verantworten. Der Angeklagte streitet alles ab: Seine damalige Lebensgefährtin (40) habe sich die lebensgefährlichen Schnittverletzungen selbst zugefügt, ließ er erklären.

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