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Mord im Klinikum: Das sagt der Psychiater

Wolfsburg Mord im Klinikum: Das sagt der Psychiater

Vor Gericht sprach Mark R. nicht ein Wort. Dem psychiatrischen Sachverständigen Dr. Joachim Dedden gegenüber aber hatte er sich im Vorfeld eingelassen. Und der schilderte den Angeklagten am Dienstag vor Gericht als schwer gestörte Persönlichkeit.

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„Der Angeklagte litt unter Wahnvorstellungen“: Joachim Dedden sagte als psychiatrischer Sachverständiger aus.

Quelle: Michael Bahlo

Schon bei der Erörterung der Familiengeschichte äußerte sich der 40-Jährige mehr als auffällig. Sein Vater sei 70 Jahre alt, die Mutter wohl „etwas jünger“, gab er an - jene Mutter, die der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft für den Teufel hielt und die deshalb sterben sollte.

Realschule, Mechaniker-Lehre - zunächst verlief das Leben des 40-Jährigen in normalen Bahnen. Doch schon bald konsumierte der Mann Alkohol, Cannabis, Ecstasy und Kokain, war dreimal in stationärer Behandlung. Etwa ein Jahr vor der Tat habe der 40-Jährige begonnen, so genannte „Badesalze“ zu konsumieren - synthetische Cannabinoide, deren Zusammensetzung meist unklar ist und die schwerste Nebenwirkungen haben können: „Epilepsie, Psychosen und Abhängigkeit sind mögliche Folgen“, so der 65-jährige Sachverständige.

Jahrelang hätten den Angeklagten wahnhafte Vorstellungen begleitet, so Dr. Dedden. Er habe unter Verfolgungswahn gelitten, sich von nicht existierenden Personen angefasst gefühlt, Stimmen gehört, die ihm sagten, was zu tun sei. Und irgendwann ab 2015, so habe der 40-Jährige es ihm gegenüber geschildert, „wurde ihm klar, dass seine Mutter dahinter steckt.“ Hinter was genau und warum, dazu habe sich Mark R. nicht konkret geäußert. Fest stand in den verwirrten Gedanken des Angeklagten aber offenbar: „Er stand vor der Wahl, sich zu töten, um Ruhe zu haben oder seine Mutter zu töten.“

fra

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