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Mord im Flüchtlingsheim: Bewohner sahen den Streit

Wolfsburg Mord im Flüchtlingsheim: Bewohner sahen den Streit

Mehrere Bewohner waren Zeuge des Mordes im Fallersleber Asylbewerberheim. Drei von ihnen sagten gestern vor dem Landgericht aus. Angeklagt sind ein Wolfsburger (26) und sein Bruder (35). Der jüngere soll bei einem Streit mit einem Dealer den Flüchtling Stanly U. (31) erschossen haben, der mit den Drogengeschäften gar nichts zu tun hatte.

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Im Landgericht: Die zwei Brüder (26 und 35) sind angeklagt, gestern sagten drei Zeugen aus, die den Streit mit ihrem Dealer beobachtet hatten.

Quelle: Photowerk (amü/Archiv)

Der erste Zeuge war am Tatabend zusammen mit dem Dealer in dessen Zimmer, als die Brüder anklopften. „Sie gingen raus auf den Flur, nach einer Weile hörte ich Lärm“, so der Schwarzafrikaner (26). Er hörte einen Schuss, wenig später sah er Stanly U. am Boden liegen. Zuvor hatte er gesehen, dass der kleinere der Brüder eine Maschinenpistole hatte - vor Gericht erkannte er allerdings keinen der Beteiligten wieder. Auch, ob es überhaupt um Drogen ging, wusste er laut eigenen Angaben nicht. Da war sich allerdings der zweite Zeuge sicher: „Ich lebe seit 1998 hier, er war bekannt als Dealer!“, so der 55-jährige Algerier. Er hatte den Streit vom Treppenhaus aus beobachtet, war sich aber entgegen der anderen Zeugen sicher: „Der Größere hielt die Waffe!“ Als er die Maschinenpistole nach mehreren Schüssen auf Stanly U. auch auf die Zeugen richtete, flüchteten sie.

Die dritte Zeugin, eine 21-jährige Studentin, die während ihres Ferienjobs bei VW im Asylbewerberheim wohnte, schlief wenige Meter weiter und wachte von dem Lärm auf: „Ich habe eine englische Stimme gehört, die sagte ‚Gib es mir, gib es mir, oder ich werde dich töten‘.“

Wo sich der Dealer aktuell aufhält, wusste keiner der drei Zeugen. Er war wenige Tage nach dem Vorfall abgetaucht. Das Urteil gegen die Brüder soll am 16. Juni gesprochen werden.

kau

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