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Mord im Asylheim: Rätselraten um Axtschläge

Wolfsburg Mord im Asylheim: Rätselraten um Axtschläge

Tag vier im Prozess um den Totschlag im Asylbewerberheim Fallersleben - eine wichtige Zeugin wurde vernommen. Die Nigerianerin hatte den tödlichen Schuss auf Stanley U. im Flur beobachtet, identifizierte auch die beiden Angeklagten. Erstaunlich allerdings: Eine Axt will die 32-Jährige in der Hand des erschossenen Asylbewerbers nicht gesehen haben.

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Mord im Asylbewerberheim: Keiner der Zeugen will die Waffe gesehen haben. Aber eine Zeugin identifizierte die beiden Angeklagten.

Quelle: Andrea Müller-Kudelka

Angeklagt sind zwei deutsch-russische Brüder (26 und 35 Jahre), die Stanley U. in einem Streit um Drogen am 24. September 2014 in der Unterkunft in der Hafenstraße mit einer Maschinenpistole erschossen haben sollen (WAZ berichtete).

Doch je mehr Zeugen das Landgericht hört, desto mehr Fragen tauchen auf. Die Axt, mit der Stanley U. die Eindringlinge laut Anklage vertreiben wollte und mit der der 35-jährige Angeklagte nach den Schüssen selbst schwer verletzt wurde, will niemand gesehen haben.

Auch von Drogengeschäften eines mittlerweile untergetauchten „Morris“, der den Streit mit den Brüdern hatte, will niemand etwas mitbekommen haben. „I don‘t know“, beteuerte die 32-Jährige. Und auch ein 40-jähriger Bewohner, der gestern vernommen wurde, versicherte: Eine Maschinenpistole habe er nicht gesehen, eine Axt ebenso wenig, und dass Drogen Anlass für den tödlichen Streit waren, „davon habe ich nichts gehört“.

Immerhin: Auch wenn die Augenzeugin (32) keine Axt bemerkt haben will, sie war sicher: Stanley sei „sehr böse“ und „extrem sauer auf die Eindringlinge zugegangen und habe wild gestikuliert - das könnte die These der Verteidigung von Schüssen aus Notwehr stützen. Der Prozess wird fortgesetzt.

fra

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Wolfsburg
Im Landgericht: Die zwei Brüder (26 und 35) sind angeklagt, gestern sagten drei Zeugen aus, die den Streit mit ihrem Dealer beobachtet hatten.

Mehrere Bewohner waren Zeuge des Mordes im Fallersleber Asylbewerberheim. Drei von ihnen sagten gestern vor dem Landgericht aus. Angeklagt sind ein Wolfsburger (26) und sein Bruder (35). Der jüngere soll bei einem Streit mit einem Dealer den Flüchtling Stanly U. (31) erschossen haben, der mit den Drogengeschäften gar nichts zu tun hatte.

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