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Mohrs holt Direktmandat: „Ich freue mich riesig“

SPD-Erfolg in Wolfsburg Mohrs holt Direktmandat: „Ich freue mich riesig“

Riesige Freude bei der SPD: Ihr Kandidat Falko Mohrs gewann das Direktmandat im Wahlkreis Wolfsburg-Helmstedt. Der Erfolg tröstete die Sozialdemokraten über das schlechte Abschneiden im Bund hinweg.

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Strahlender Sieger: Falko Mohrs gewann das Direktmandat für die SPD im Wahlkreis Wolfsburg-Helmstedt.

Quelle: Roland Hermstein

Wolfsburg. Es war 20.15 Uhr, als die Stimmung in der Bürgerhalle des Rathauses den Höhepunkt erreichte. Falko Mohrs betrat die Bühne, sein Vater Klaus fiel ihm um den Hals – und Wolfsburgs Sozis standen geschlossen Spalier und spendeten stehende Ovationen. „Ich freue mich riesig“, gestand der frisch gewählte Bundestagsabgeordnete zwar ein. Viel Zeit zum Verschnaufen ließ sich Falko Mohrs (33) aber nicht: „Die Arbeit beginnt erst jetzt.“

Doch vor der Arbeit kam am Sonntag erst einmal das Vergnügen. Shakehands hier, Schulterklopfer da, jeder durfte einmal. Doch das war noch gar nichts – denn dann kamen die Jusos, die den Weg von der Wahlparty im Hallenbad in Richtung Rathaus geschlossen angetreten hatten. Und das mit Plakaten und Sprechchören. „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“ skandierte die SPD-Nachwuchsabteilung immer wieder, abwechselnd mit „Falko, Falko“-Sprechchören. „Ich bin stolz auf diese Truppe und den Wahlkampf, den wir gemacht haben“, gab der Sieger des Abends das Kompliment zurück.

Dass die SPD ihren Kandidaten überschwänglich feierte lag vielleicht auch daran, dass es ansonsten nicht viel zu lachen gab. In Wolfsburg kam die Partei auf 28,9 Prozent der Zweitstimmen. „Der Wähler hat klar entschieden, dass wir in die Opposition gehen sollen“, stellte Unterbezirksvorsitzende Immacolata Glosemeyer fest. Fraktionschef Hans-Georg Bachmann räumte ein, vom Bundesergebnis „sind wir natürlich alle enttäuscht“. Und vom starken Abschneiden der AfD sogar regelrecht „schockiert“, wie Falko Mohrs konstatierte. „Das zeigt aber auch, welchen Auftrag wir jetzt haben: Für die Demokratie kämpfen.“

Und das gleich ab Montag. Am Sonntagabend ging’s noch zum Besuch bei den Genossen ins Helmstedt, anschließend zurück zur Party in Wolfsburg. „Und zum Schluss gönne ich mir auch ein Bier“, so Falko Mohrs – verdient hatte er es sich allemal.

Von Ulrich Franke

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