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Mörser Mord: Vater hörte Stimme des Täters

Wolfsburg Mörser Mord: Vater hörte Stimme des Täters

Zweiter Prozesstag um den Mord in Mörse. Am Mittwoch schilderte der Vater (86) der grausam getöteten 64-Jährigen, wie er am Handy den Beginn des Verbrechens mit anhören musste.

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Der Mörder von Mörse? Der Angeklagte zu Prozessbeginn im Gespräch mit seiner Verteidigerin.

Quelle: Foto: Franke

Auch die Stimme des Täters hörte er kurz: „Und das war zu 99,9 Prozent der Angeklagte.“

Vor dem Landgericht muss sich ein 65-jähriger Braunschweiger verantworten, weil er am 6. März seine Ex-Lebensgefährtin vor deren Haus in Mörse mit 69 Messerstichen in den Kopf brutal ermordet haben soll. Nach zwei vorangegangenen Überfällen, bei denen der Mann die Frau auch vergewaltigt haben soll, hatte das spätere Opfer zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen: „Mal übernachtete sie bei ihrer Tochter, mal bei uns, mal wir bei ihr“, berichtete der Vater. Am 6. März habe sie erstmals wieder allein zu Hause schlafen wollen: „Sie sagte, sie könne sich nicht versklaven lassen.“ Zur Sicherheit wollte sie per Handy mit ihrem Vater sprechen, bis sie im Haus wäre: „Plötzlich sagte sie mit erstickender Stimme: Er ist wieder da.“ Dann hörte er noch kurz die Stimme des Angreifers, bevor die Verbindung abbrach.

Auch die Mutter (85) des Opfers („Sie hatte Angst vor ihm, er hat sie ja immer so überfallen“) und die Tochter (44) der Ermordeten berichteten, wie das spätere Opfer sich zu schützen versuchte - durch eine Alarmanlage im Haus und die Belegung eines Selbstverteidigungs-Kurses. Dass der Angeklagte sie vor dem Mord bereits zweimal bei Überfällen im eigenen Haus vergewaltigt haben soll, habe das spätere Opfer immer nur angedeutet, so die Tochter: „Sie sagte mal: Wenn ich der Polizei beim ersten Mal alles erzählt hätte, sähe er ganz schön alt aus.“

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, die 64-Jährige ermordet zu haben, nachdem sie sich endgültig trennen wollte.

fra

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