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Stadt Wolfsburg Möll (Grüne): Keine Chance,aber Ergebnis verbessert
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Möll (Grüne): Keine Chance,aber Ergebnis verbessert
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23:08 24.09.2017
Zufrieden mit dem Ergebnis der Grünen: Direktkandidat Volker Möll am Sonntagabend im Rathaus. Quelle: Roland Hermstein
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Wolfsburg

„Für mich war der Wahlkampf eine hoheitliche Aufgabe“, sagt der 53-jährige Geschäftsführer eines Architekturbüros, der in Königslutter wohnt. Das Ergebnis der Wahlen – in der Stadt Wolfsburg erreichten die Grünen 6,2 Prozent – indes weckt in ihm zwiespältige Gefühle: Einerseits Freude über die Verbesserung des Ergebnisses im Vergleich zu 2013, anderseits Betroffenheit über das starke Ergebnis der AfD. „Ich habe befürchtet, dass etwas in der Luft liegt“, sagte Möll. „Der Wähler hat einfach mal Nein gesagt zu dem, was in den verflossenen vier Jahren in Berlin geschehen ist.“

Und nun: Möll – am Sonntag nach kurzer Stippvisite im Rathaus Wolfsburg nach Königslutter zurückgekehrt – tendiert zur Jamaika-Koalition. „Könnte funktionieren.“ Die Stellung im Rathaus hielt derweil für ihn das Wolfsburger Urgestein Axel Bosse (65), Rentner „im Unruhestand“, Grüner der ersten Stunde und Sprecher des Kreisverbandes. „Es war ein schwieriger Wahlkampf.“ Noch nie zuvor habe er es erlebt, dass die Menschen lange so unsicher waren, wo sie das Kreuzchen machen sollten. Mit dem Bundesergebnis der Grünen zeigte sich Bosse durchaus zufrieden, „in Wolfsburg“, so hielt er dagegen, falle die Bilanz erfahrungsgemäß weniger positiv aus. Dennoch freut sich Bosse nach eigene Worten, dass eine neue starke Mittelschicht für die Grünen heranwächst. „Sie ist da, wenn wir Alten einmal abtreten.“

Von Burkhard Heuer

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