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Missbrauchsprozess: Angeklagter kam nicht

Amtsgericht Missbrauchsprozess: Angeklagter kam nicht

Schöffengericht, Staatsanwalt, Verteidiger – alle waren da, nur der Angeklagte fehlte. Im Prozess um sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen kam das Amtsgericht nur ein kleines Stück voran.

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Wenig Bewegung im Missbrauchprozess: Der angeklagte Stiefvater des Opfers fehlte am Donnerstag unentschuldigt. Ein Dutzend Zeugen kam umsonst ins Amtsgericht.

Quelle: Boris Baschin

Wolfsburg. Lediglich das vermeintliche Opfer, das vom eigenen Stiefvater (33) missbraucht worden sein soll, konnte vernommen werden; ein Dutzend weiterer Zeugen kam umsonst.

Seit Ende letzten Jahres verhandelt das Schöffengericht gegen den 33-jährigen Wolfsburger, Vorwurf: 2016 soll er auf dem Wohnzimmersofa seinen erigierten Penis an der Scheide des damals 14-jährigen Mädchens gerieben haben bis hin zum Samenerguss. Falsch, behauptet der Angeklagte – im Schlaf habe das Mädchen ihm in die Hose gegriffen (WAZ berichtete).

15 weitere Zeugen

Bei der Fortsetzung am Donnerstag konnte das Mädchen vernommen werden – für diese Zeit wäre der Angeklagte ebenso wie die Öffentlichkeit ohnehin ausgeschlossen worden. Offenbar blieb das vermeintlich Opfer bei seiner Darstellung. Aussage steht gegen Aussage, 15 weitere Zeugen sollen die Wahrheit ans Licht bringen – unter anderem eine Freundin sowie Polizeibeamte, denen gegenüber das Mädchen den Vorfall geschildert haben soll.

Nachdem der Angeklagte am Donnerstag unentschuldigt fehlte und auch nicht auffindbar war, geht das Gericht für die nächste Fortsetzung auf Nummer sicher. Gegen den 33-Jährigen wurde Untersuchungs-Haftbefehl erlassen, damit er den nächsten Termin auch bestimmt nicht verpasst.

Von Ulrich Franke

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