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Stadt Wolfsburg Ministerin Gabriele Heinen-Kljajić in Wolfsburg
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Ministerin Gabriele Heinen-Kljajić in Wolfsburg
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23:59 08.10.2017
Ministerin zu Gast in Wolfsburg: Gabriele Heinen-Kljajić (4.v.l.) diskutierte mit Landtagskandidat Axel Bosse (3.v.l.) von Bündnis 90/die Grünen und den Gästen im „La Keyif“ über Kulturförderung, Wissenschaft und die Stiftung Volkswagen.  Quelle: Roland Hermstein
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Wolfsburg

 Gabriele Heinen-Kljajic ist seit 1994 Mitglied der Grünen und seit 2013 Ministerin für Kultur und Wissenschaft in Niedersachsen. Jetzt kam die 55-jährige nach Wolfsburg, wo Wahlkämpfer Axel Bosse mit ihr unter anderem über Kulturförderung diskutierte. Auch Gäste in der Gaststätte „La Keyif“ waren aufgefordert, Impulse ins Gespräch einzubringen.

Das Ambiente im Restaurant in der Rothenfelder Straße kam gut an bei den Grünen: „Es ist außergewöhnlich – es gibt keinen Alkohol und eine mexikanisch-türkische Speisekarte“, erläuterte Elke Braun vom Kreisvorstand. Das passe gut zum Thema Kultur. Besonders am Herzen liegt Heinen-Kljajic zudem „das Zukunftsthema überhaupt“ – die Wissenschaft.

Axel Bosse benannte eine wichtige Schnittstelle beider Bereiche, die zudem viel mit Wolfsburg zu tun hat: Das VW-Gesetz, so erklärten er und die Ministerin gemeinsam, sichere dem Land wegen seiner Beteiligung an der Aktiengesellschaft Einnahmen, die über die VW-Stiftung in die Kulturförderung fließen. „Jeder, der studiert, hat schon mal ein Buch in der Hand gehabt, das aus Mitteln der Stiftung bezahlt wurde“, sagte Bosse. Heinen-Kljajic betonte, dass die gemeinnützige Einrichtung mit dem Konzern organisatorisch in keiner Weise verbunden sei, sondern nur von der Dividende profitiere. „Nur der Name ist verwirrend“, sagte sie. Einig waren sich Ministerin und Kandidat, dass das VW-Gesetz wichtig sei. „Wir verteidigen es mit Klauen und Zähnen gegen die EU“, so Heinen-Kljajic.

Wichtig findet sie außerdem, dass Kultur weiterhin verstärkt gefördert werden sollte – vor allem wegen der Aufgaben in den Bereichen Bildung und Integration. Kollegen in Berlin rät die Ministerin zwar zu einer Jamaika-Koalition, im Land sieht sie dafür aber keine Chance. „Hier sind die Schnittmengen minimal.“

Rückblickend bedauert Heinen-Kljajic, dass es nicht gelungen sei, die Bildungslandschaft trotz einiger Erfolge so auf Vordermann zu bringen wie geplant. Sie würde das gern weiter voran treiben – wenn genügend Wähler ihrer Partei die Stimme geben.

Von Andrea Müller-Kudelka

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