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Stadt Wolfsburg Mietpreisbremse: In Wolfsburg kaum Auswirkungen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Mietpreisbremse: In Wolfsburg kaum Auswirkungen
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23:59 08.11.2016
Wegen des „angespannten Wohnungsmarktes“: Das Land Niedersachsen führt in Wolfsburg die Mietpreisbremse ein. Quelle: Julian Stratenschulte
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Wolfsburg

Knapp 60 Prozent der Bestandwohnungen bewegten sich ohnehin zwischen günstigen vier und sechs Euro kalt pro Quadratmeter, sagt Tobis Fruh (VWI): „Wir sehen eher das Risiko, dass das grundsätzlich ausgewogene und vertrauensvolle Verhältnis von Mietern und Vermietern stark beeinträchtigt werden könnte.“ Auch die Neuland (Durchschnittsmiete 5,60 Euro) ist skeptisch, wie Sprecher Markus Karg erläutert: „Für Vermieter, die sich für nachhaltiges und bezahlbares Wohnen einsetzen, wird die Praxis eher erschwert.“

Von günstigen Quadratmeterpreisen in Wolfsburg will der Mieterverein nichts hören: „In den letzten Jahren sind die Preise exorbitant angestiegen“, sagt dessen Rechtsanwalt Hans Hermann Droßel. Auch die großen Gesellschaften hätten in den letzten Jahren „regelmäßig Erhöhungen vorgenommen“.

Das aber in den letzten fünf Jahren um lediglich neun Prozent, wie die Stadt dem Land in einer Stellungnahme mitgeteilt hatte. Insgesamt, so Sprecher Ralf Schmidt, gebe es „nur ein wirksames Mittel, die Preise in der Balance zu halten. Und das ist genügend Wohnraum.“ Vor diesem Hintergrund sei die Stadt bekanntlich dabei, bis 2020 mindestens 6000 neue Wohnungen zu schaffen.

Nur der Eigentümerverband Haus und Grund ist auf dem Baum. Die Einführung der Mietpreisbremse sei „skandalös“, wettert Vorsitzender Dr. Hans Reinold Horst. Er dreht den Spieß um: Vermieter sollten noch schnell „vor Einführung der Verordnung ihre Mieten überprüfen und im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten erhöhen“.

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