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Messerattacke: 24-Jähriger soll zwölf Jahre ins Gefängnis

Wolfsburg/Braunschweig Messerattacke: 24-Jähriger soll zwölf Jahre ins Gefängnis

Branschweig. Zwölf Jahre Haft wegen Totschlags fordert Staatsanwalt Christian Wolters im Prozess vor dem Landgericht Braunschweig gegen den 24-jährigen Asylbewerber aus Liberia, der einen 33-Jährigen in Fallersleben aus Eifersucht erstochen haben soll. „Für mich besteht kein Zweifel“, so Wolters.

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Am Donnerstag wird das Urteil gesprochen: Rechtsanwalt Andreas Zott (r.) berät sich mit dem Angeklagten, der im Februar einen 33-Jährigen in Fallersleben erstochen haben soll.

Quelle: Andrea Müller-Kudelka

Rechtsanwalt Andreas Zott plädierte auf Freispruch. „Die entscheidende Frage ist: Gibt es noch eine andere Person, die für die Tat in Frage kommt?“, so Zott. Er verwies auf einen verdächtigen Amerikaner, dem sein Mitbewohner ein Alibi gibt. Der Angeklagte selbst spricht angesichts seiner DNA an der Tatwaffe und dem Blut des Opfers an einer Naht seines Schuhs von einem Komplott. Allerdings legte sein Rechtsanwalt dem Gericht angesichts der Indizien noch eine Alternative ans Herz: schwere Körperverletzung mit Todesfolge. Die Haftzeit sollte dann unter zehn Jahren betragen.

Wolters begründete die von ihm geforderten zwölf Jahre auch mit dem fehlenden Geständnis und dem Verhalten des Angeklagten: Er habe die Polizei belogen, seine Freundin schlecht gemacht, um das Motiv Eifersucht zu entkräften, und sich „gleichgültig und selbstgefällig“ präsentiert. Da nützte es auch nichts, dass kurz zuvor ein Pastor der afrikanischen Gemeinde ausgesagt hatte, er traue dem 24-Jährigen die Tat nicht zu. Wolters ist überzeugt, dass der Angeklagte nach einem Gespräch mit dem Opfer ausrastete. „13 tiefe Stiche und Schnitte zeigen, dass Gefühle eine Rolle gespielt haben müssen“, sagte er.

Das Urteil folgt am Donnerstag.

amü

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