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Stadt Wolfsburg Meningitis-Fälle in Nordsteimke: Das Gesundheitsamt beruhigt
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Meningitis-Fälle in Nordsteimke: Das Gesundheitsamt beruhigt
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23:55 25.07.2014
DRK-Kita Nordsteimke: Ein Kind ist an Hirnhautentzündung erkrankt, auch andere Personen im Umfeld sind betroffen. Dr. Friedrich Habermann (oben), Chef des Gesundheitsamts, beruhigt die Gemüter. Quelle: Foto: Hensel/Archiv
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Virusmeningitis trete im Sommer häufiger auf. „Sie verläuft gutartig“, erklärt Dr. Friedrich Habermann, Leiter des Gesundheitsamtes. Zu Beginn der vergangenen Woche wurden die ersten Fälle bekannt. Mittlerweile wurden zwei Kinder (eines aus der Kita) und drei Erwachsene im Krankenhaus behandelt; sie befänden sich aber schon auf dem Weg der Besserung. Wie viele weniger schwere Fälle es gibt, ist nicht bekannt, da keine Meldepflicht besteht.

Übertragen wird das Virus beim Sprechen oder zum Beispiel im Bad (Schmierinfektion). Probleme mit den Atemwegen oder Durchfall können dann auftreten. Nur ein Teil der Patienten bekommt eine Meningitis - Anzeichen: starke Kopfschmerzen.

Mit Info-Brief und Elternabend informierte das Gesundheitsamt. Ängste konnte das nicht allen nehmen: Die Abschluss-Veranstaltung mit Übernachtung und Frühstück für die künftigen Erstklässler wurde gestrichen. „Das ist eine präventive Maßnahme“, sagt Ulrich Hoffmann, Kreisgeschäftsführer des DRK. Eine Schließung der Einrichtung ist aus Sicht des Gesundheitsamtes nicht nötig. Verstärkte Hygiene reiche aus; so kommen zum Beispiel Desinfektionsmittel zum Einsatz. Warum gleich mehrere Fälle in Nordsteimke aufgetreten sind, lasse sich nicht feststellen, so Stadtsprecher Andreas Carl.

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Meningitis-Fälle in Nordsteimke - Hier aktuelle Hintergrund-Infos:

Erreger: Schuld an den Meningitis-Fällen in Nordsteimke ist nach Erkenntnissen des Gesundheitsamts das Entero-Virus. Im Normalfall reichen dabei Bettruhe, Schmerzmittel und viel Flüssigkeit als Behandlung aus. Viel gefährlicher ist eine bakterielle Meningitis – sie sollte sofort mit Antibiotika behandelt werden.

Ansteckung: Das Virus ist hartnäckig, deshalb gelten zum Beispiel auch Spielsachen, auf denen es sich festgesetzt hat, als Infektionsquelle. Normalerweise wird es beim Sprechen, im Sanitärbereich oder über die Hände übertragen.

Merkmale: Erste Anzeichen können nach zwei bis 35 Tagen auftreten, oft als fiebrige Beschwerden. Bei starken Kopf- oder Nackenschmerzen sollten Patienten auf Hirnhautentzündung untersucht werden.

Vorbeugung: Ärzte raten dazu, gründlich Hände zu waschen und auch die vermutlich kontaminierte Umgebung zu desinfizieren.

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