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Stadt Wolfsburg Marderhund und Fuchs: Zwei tierische Nachbarn!
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Marderhund und Fuchs: Zwei tierische Nachbarn!
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00:25 23.04.2015
Wildhunde: Der Marderhund (kl. Foto) versteckt sich im Stadtwald, der Fuchs auch auf Rapsfeldern. Jäger Horst Hüller (l.) und Ralph Schräder wissen, wo. Quelle: Hensel
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Zum Auftakt der Reihe „Wildes Wolfsburg“ gibt‘s einen Doppelschlag: Es geht um den Fuchs und den Marderhund - beide fühlen sich wohl in der Volkswagenstadt.

„Fuchs und Marderhund gehören zu den hundeartigen Raubtieren“, erklärt Ralph Schräder, Vorsitzender der Wolfsburger Jägerschaft. Wie viele Marderhunde es in Wolfsburg gibt, weiß niemand, der Bestand ist nicht genau erfasst. Allerdings: Im Jahr 2014 starben in Wolfsburg 50 Exemplare durch Jagd oder Verkehrsunfälle, was Rückschlüsse auf die Häufigkeit zulässt. Und: Sogar in Nähe der E-Mobility-Station an der Braunschweiger Straße wurde schon ein Marderhund überfahren. „Im Wolfsburger Stadtwald dürfte er reichlich vertreten sein. Er hat alte Fuchs- oder Dachsbauten bezogen“, sagt Jäger Ralph Schräder.

Horst Hüller betreut das Info-Mobil der Wolfsburger Jäger, das auch einen ausgestopften Marderhund vorweisen kann. „Bei unseren Präparaten handelt es sich ausnahmslos um Unfalltiere“, betont Hüller. Ansonsten haben es die Wolfsburger schwer, einen Marderhund zu sehen: Er lebt im Verborgenen, ist scheu und nachtaktiv.

Der Fuchs ist ebenfalls nachtaktiv, aber weniger scheu und stärker vertreten als der Marderhund. Auch dieser Bestand ist nicht genau erfasst, durch Jagd oder Verkehrsunfälle starben 2014 in Wolfsburg rund 250 Füchse. Sie haben sich durchaus an das Wolfsburger Stadtleben gewöhnt, räubern in der City auch schon mal an gelben Säcken. Schräder schätzt, dass im Innenstadt-Wald, wo nicht gejagt wird, rund 100 Füchse leben. Die meisten gibt es aber rund um die Mülldeponie am Weyhäuser Weg. Beliebt sind außerdem Raps- oder Erdbeerfelder und Industriegelände. „Alles Gegenden, wo es viele Mäuse gibt“, so Schräder.

Wichtig für Spaziergänger: Beide Tiere sind Überträger des Fuchsbandwurms. Rat der Jäger: Menschen sollten wilde Beeren oder Kräuter, die diesen Erreger tragen können, vor dem Essen mit heißem Wasser abbrühen und tote Tiere nie berühren! Die Tollwut, die ebenfalls beide Tiere übertragen können, gilt in unserer Region als ausgerottet.

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Marderhund

Der Marderhund (Nyctereutes procyonoides), auch Tanuki oder Enok genannt, gehört zur Familie der Hunde.

Merkmale: 50 bis 68 cm lang (mit Schwanz bis zu 90 cm), etwa 30 cm Schulterhöhe. Gewicht: 4 bis 10 Kilo. Das Fell ist beigegrau an den Flanken und schwarzbraun an Bauch und Rücken. Der Marderhund wird oft mit Marder oder Waschbär verwechselt. Aber: Sein Schwanz hat keine Streifen; seine Pfoten keine Finger, sondern Krallen.

Laute: Miauen, Winseln, Fiepen (Welpen), Knurren, Heulen.

Lebensraum: Im Familienverband in dichten Wäldern im Unterholz oder verlassenen Bauten. Aktiv in der Dämmerung und Nacht; bei hartem Winter bis März in Winterruhe. In Asien ist er ein bekanntes Fabeltier – als ein Meister der Verkleidung.

Fortpflanzung: Wirft im April/Mai 6 bis 10 Welpen.

Nahrung: Mäuse, Maulwürfe, Eier (Bodenbrüter), Vögel, Fische, Kröten, Schnecken, Insekten, Eicheln, Nüsse, Beeren und Obst, Aas. Der Marderhund ist eigentlich kein Jäger, sondern eine Art Sammler.

Rotfuchs

Der Rotfuchs (Vulpes vulpes) ist der in Europa am häufigsten vertretene Wildhund.

Merkmale: Füchse sind zwischen 60 und 75 Zentimeter lang (mit Schwanz bis zu 1,20 Meter).Gewicht: 5 bis 8 Kilo. Das Fell ist oben rötlich und am Bauch weiß bis grau. Die unteren Teile der Beine sowie die Hinterseiten der Ohren sind schwarz.

Laute: heiseres Bellen und Winseln, trillerartige Töne (ähnlich einem gluckenden Huhn; Begrüßung), Keckern („k-k-k-k“) und Jammern („waaah“) in der Paarungszeit.

Lebensraum: Wälder und Äcker, inzwischen auch Siedlungen und Städte (Friedhöfe oder Parks).

Fortpflanzung: Mit 10 Monaten geschlechtsreif, Paarungszeit Dezember bis März, sonst Einzelgänger. Ein Wurf (4 bis 6 Junge) kann unterschiedliche Väter haben. Zum Abschluss des Akts blicken Männchen und Weibchen bis zu 30 Minuten in die entgegengesetzte Richtung.

Nahrung: Mäuse und Kaninchen, Würmer, Eier, Vögel, Jungwild (vor allem Kitze), Aas, Obst und in Städten auch erreichbares Katzenfutter oder Kekse.

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