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Lob und Tränen: Dorothea Frenzel verabschiedet

Wolfsburg Lob und Tränen: Dorothea Frenzel verabschiedet

Dorothea Frenzel freut sich eigentlich auf ihren Ruhestand. Doch als die Leiterin der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule am Montagnachmittag bei ihrer Verabschiedung in der Mensa sprach und sie auf die letzten 16 Jahre an dem deutsch-italienischen Vorzeigeprojekt zurück blickte, kamen ihr die Tränen.

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Abschied von der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule: Leiterin Dorothea Frenzel (3.v.r.) geht in den Ruhestand.

Quelle: Roland Hermstein

16 Jahre war Frenzel an der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule, neun Jahre als Leiterin. Zuvor war sie an der Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule. Beides waren Pilotprojekte. „Ich gehe mit dem Gefühl, dass das, was ich getan habe, Sinn gemacht hat“, sagte sie. Unermüdlich setzte sie sich dafür ein, Schülern Musik, Kunst und Literatur näherzubringen. „Ich wollte immer zeigen, dass Bibliotheken schön sind und Theater nicht langweilig ist“, erklärte Dorothea Frenzel. Das sei ihr gelungen, bestätigten bei der Abschiedsfeier Schüler, Eltern, das Italienische Konsulat, Stadt, Landesschulbehörde und die Kollegen.

Allen Kindern die gleichen Chancen zu geben, das war Frenzels Leitmotiv; es zieht sich wie ein roter Faden durch ihr fast 47-jähriges Berufsleben. Gleich an ihrer ersten Schule als Referendarin in Lauenburg setzte sie sich dafür ein: Unter den 28 Schülern waren 13 Kinder, die fast nur Türkisch sprachen. Als Dorothea Frenzel ihren damaligen Schulleiter fragte, ob man die Kinder nicht speziell fördern könne, wies der sie rüde ab - ein Schlüsselerlebnis.

Solch eine individuelle Förderung zu geben, zeichnet bis heute die deutsch-italienische Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule aus. Das bilinguale Konzept ist das Herzstück der Schule. Um perfekt Italienisch zu sprechen, drückte Dorothea Frenzel als Erwachsene noch einmal die Schulbank und lernte die Sprache. „Bis heute sprichst du mit jedem Italiener konsequent Italienisch“, lobte Kollegin Nicole Boullion.

Alle Redner würdigten das Engagement von Dorothea Frenzel. Das sei nur möglich gewesen, weil ihre Familie mitspielte. Besonders bedankte sie sich bei ihren drei Söhnen: „Danke für eure kritische und liebevolle Begleitung.“

syt

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