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Lob für Ideen, Umsetzung ist fraglich

Neues Tourismuskonzept der Stadt Lob für Ideen, Umsetzung ist fraglich

Wolfsburg hat ein neues Tourismuskonzept! Die Wolfsburg Wirtschaft und Marketing (WMG) stellte es jetzt vor (WAZ berichtete) - und sie bekommt richtig viel Lob dafür.

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Einer der touristischen Leuchttürme in Wolfsburg: die Autostadt.

Wolfsburg. „Dadurch bekommen wir wichtige Hinweise für die Stadtentwicklung“, lobt WMG-Vize-Aufsichtsratschef Sabah Enversen. Die Unternehmensberatung ghh consult hat in ihrem Konzept festgestellt, dass Wolfsburg ein Image-Problem hat. „Das ist nicht neu“, so Enversen. Aber die Unternehmensberatung hob noch einmal die vielen Pluspunkte hervor, die Touristen anziehen könnten. Das zu hören, sei wichtig, so der SPD-Politiker. „Wir haben jede Menge Leuchttürme und könnten damit viel selbstbewusster durchs Land gehen.“ Was von den Vorschlägen umgesetzt werde, müsse man jetzt sehen - vor allem angesichts der derzeit knappen Kassen. „Das Neubau des Badelandes hat gezeigt, dass man auch große Investitionen in nicht so guten Zeiten umsetzen kann“, so Enversen.

Ein Punkt in dem Konzept: Der CongressPark sei nicht mehr zeitgemäß, ein professionelles Kongresszentrum fehle. „Das wissen wir schon länger“, sagt Günter Lach, Aufsichtsratschef des CongressParks. Bislang scheiterte die Umsetzung am Geld. Trotzdem sei es gut, dass dieses Thema im neuen Tourismuskonzept Niederschlag findet. Das sieht Bürgermeisterin Bärbel Weist ganz genauso. Aber: Ein neues Kongresszentrum sieht sie skeptisch, weil der CongressPark zurzeit nicht optimal genutzt werde. Einen Vorschlag hat sie für neue Tourismus-Angebote: Fallersleben könne man dort aufnehmen.

Weiteres Thema in dem Konzept ist ein Jugendhotel. Das sei ein guter Vorschlag, sagt Phaeno-Pressesprecherin Martina Flamme-Jasper. „Wir stellen immer wieder fest, dass es zu wenig Jugendunterkünfte gibt.“ Die Idee, mehr Presse-Reisen zu organisieren und mehr Familien als Touristen zu locken, findet sie gut.

Lob auch von Autostadt-Chef Otto F. Wachs: „Das neue Tourismuskonzept für Wolfsburg steht und wir freuen uns auf die gemeinsame Umsetzung. Als die beliebteste Ankerattraktion der Region ist es für uns besonders wichtig, dass die touristischen Leistungsträger ein gemeinsames Ziel verfolgen und wir die Strahlkraft dieser Stadt in Zukunft gemeinsam noch mehr stärken.“

Wolfsburg als Tagungsort auszubauen, findet Dehoga-Chef Wolfgang Strijewski gut: „Das ist längst überfällig.“ Das würde Hotelerie und Gastronomie gut tun. Das neue Konzept steht, „das ist der Anfang, jetzt müssen wir abwägen, was machbar ist“, so Harald Vespermann, WMG-Aufsichtsrats-Chef. Bei Investitionen sei nicht nur die Stadt gefordert.

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