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Stadt Wolfsburg Linken-Chef Riexinger: „Wohnen ist ein Grundrecht“
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Linken-Chef Riexinger: „Wohnen ist ein Grundrecht“
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10:09 13.10.2017
Auftritt im Landtagswahlkampf: Linken-Bundesvorsitzender Bernd Riexinger (r.) stand zusammen mit Kandidat Bastian Zimmermann auf der Bühne. Quelle: Britta Schulze
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Stadtmitte

Der Stopp von befristeten Arbeitsverhältnissen, mehr öffentlicher Wohnungsbau und eine auskömmliche Rente: Bernd Riexinger, Bundesvorsitzender der Partei Die Linke, sprach am Donnerstag auf dem Hugo-Bork-Platz vorwiegend über soziale Themen.

Die Seuche prekäre Arbeit müsse bekämpft werden, forderte der 61-Jährige und betonte, dass es bei Großunternehmen und im öffentlichen Dienst die meisten befristeten Anstellungen gebe. Gerade jüngere Menschen könnten so ihr Leben nicht planen. Entscheidend ist laut Riexinger eine angemessene Entlohnung, die später wiederum zu einer ausreichenden Rente führt. „Es ist unwürdig für eine reiche Gesellschaft, dass ältere Menschen bei Mc Donalds arbeiten oder Flaschen sammeln müssen“, stellte der Linken-Bundesvorsitzende klar. Gleichzeitig müsse die Arbeit mit alten Menschen, etwa in der Pflege, besser bezahlt werden.

Er sprach sich dafür aus, dass jeder Mensch Zugang zu Bildung, Gesundheit sowie Kunst und Kultur bekommt. „Das muss gebührenfrei sein“, so Bernd Riexinger.

Aus seiner Sicht fehlt es in Deutschland an sozialem Wohnungsbau. Wichtig seien Bauten in öffentlicher und genossenschaftlicher Hand. „Wohnen ist ein Grundrecht und darf nicht den Interessen von Spekulanten unterworfen werden.“

Kein gutes Haar ließ der Linkenchef an Ex-VW-Vorstandsvorsitzendem Martin Winterkorn: „Der hat einen Milliardenschaden verursacht und bekommt 3000 Euro Rente am Tag.“

Die Äußerung nutzte Riexinger für seine Forderung, dass Reiche und Superreiche durch höhere Steuern stärker zur Finanzierung des Gemeinwohls beitragen sollen. „Wir misstrauen Parteien, die soziale Wohltaten versprechen, und nicht sagen, wie sie diese bezahlen wollen“, betonte Bernd Riexinger und sprach sich für eine „gerechte Gesellschaft“ aus.

Von Jörn Graue

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