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Linke-Chef Dietmar Bartsch zeigt klare Kante

Landesdelegierten-Treffen Linke-Chef Dietmar Bartsch zeigt klare Kante

Klare Kanten gegen Krieg, Erdogan und die aktuelle Bundesregierung zeigte Linken-Fraktionsvorsitzender im Bundestag, Dietmar Bartsch. Der Politiker sprach am Samstag vor 165 Delegierten aus ganz Niedersachsen, die im CongressPark ihre Kandidaten für die Bundestagswahl benannten.

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Die Linke: Aufstellungsversammlung im CongressPark. Die Landesspitze um die Vorsitzenden Herbert Behrens (links) und Anja Stock mit Linken-Fraktionsvorsitzenden Dietmar Bartsch (2.v. re.) den Spitzenkandidaten Dieter Dehm (2.v.li.) und Pia Zimmermann (r.).

Quelle: Boris Baschin

Stadtmitte. „Ich bin stolz, Vorsitzender einer Partei zu sein, die im klar Nein zu Kriegseinsätzen sagt“, so Bartsch. Dafür erhielt der Linken-Politiker tosenden Applaus. Als „zynisch“ bezeichnete er das Vorgehen der Regierung, wenn sie Waffenlieferungen in Kriegsgebiete zulässt und gleichzeitig über die Beseitigung von Fluchtursachen spricht. Er verurteilte den Umgang mit dem türkischen Ministerpräsidenten Erdogan. „So ein Mann kann kein Partner von Europa sein. Das ist inakzeptabel.“ Überhaupt befände sich Europa in einer schweren Krise, „Merkel und Schäuble haben zur Entsolidarisierung beigetragen“. Die neoliberale Politik habe die Rechte erstarken lassen. Und dass ein Rassist und Sexist wie Donald Trump jetzt in den USA an der Macht sei, „das ist für mich unfassbar“.

Auch der Abgas-Skandal bei VW und die Betrugsvorwürfe gegen Martin Winterkorn thematisierte der Linken-Chef. Dass der ehemaligen VW-Vorstand hohe Abfindungen kassiert, während so manch ein VW-Beschäftigter um seinen Job zittern muss - „da ist doch was nicht in Ordnung in Deutschland!“ In den Wahlkampf zieht die Linke mit dem Slogan „Menschen vor Profite!“

Oberbürgermeister Klaus Mohrs (DSPD) und Wolfsburgs IG-Metall-Chef Hartwig Erb (SPD) sprachen ebenfalls bei der Versammlung und setzten damit ein deutliches Signal für eine Zusammenarbeit. Erb sagte: „Ich würde mir wünschen, dass die Linke und SPD auf einen Nenner kommen.“ Das Ziel müsse ein rot-rote Bundesregierung sei.

Die Wolfsburger Bundestagsabgeordnete Pia Zimmermann steht übrigens auf Landeslistenplatz 1 zur Bundestagswahl.

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