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Lichtblick will Spenden künftig genauer prüfen

Sozialkaufhaus Lichtblick will Spenden künftig genauer prüfen

Intakte Kleidung, Schuhe, oder ausgediente Möbel: Das Sozialkaufhaus Lichtblick ist auf Sachspenden angewiesen. Allerdings kommt es immer wieder vor, dass Gegenstände in einem denkwürdig schlechten Zustand abgegeben werden.

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Genaue Vorsortierung: Im Sozialkaufhaus Lichtblick liegt für Stephan Ritzau, Marcus Musiol und Rüdiger H. Irmler (v. l.) ein Hauptaugenmerk auf der Qualität der Spenden.

Quelle: Sebastian Bisch

Wolfsburg. Künftig wollen die Mitarbeiter stärker auf den Zustand der Dinge achten. „Wir sind natürlich allen unseren Spendern dankbar“, betont Rüdiger H. Irmler, Vorstandsmitglied beim Lichtblick. Dennoch sollte sich aber jeder vorab fragen, ob er einen abgegebenen Gegenstand auch selbst kaufen würde.

„Die Dinge dürfen nicht verdreckt und müssen vollständig sein“, sagt Marcus Musiol, der ebenfalls dem Lichtblick-Vorstand angehört. Als Gegenbeispiel zeigt er einen offenkundig defekten Wasserkocher. „Wir haben häufiger das Gefühl, dass man uns für eine Sperrmülldeponie hält“, berichtet Irmler. Dann würden beispielsweise morgens blaue Säcke mit unbrauchbarem Inhalt oder auch Teppiche vor der Tür liegen. „Das müssen wir dann entsorgen“, sagt Irmler. Er ist davon überzeugt, dass es die Spender gut meinen würden und möchte für eine bewusste Weitergabe von Dingen sensibilisieren. Zugleich betonen die beiden Vorstandsmitglieder aber auch ganz deutlich, dass 90 Prozent aller Spenden für den Lichtblick in einem tollen Zustand seien.

In einigen Tagen steht im Sozialkaufhaus erst einmal das große Aufräumen an. Dann soll alles, was kaputt und unverkäuflich ist, in einem Container landen. Sobald dann wieder etwas mehr Platz vorhanden ist, sollen weitere Regale aufgestellt werden. „Es entsteht ein klassisches Lager“, sagt Rüdiger H. Irmler.

Derzeit gehören 13 festangestellte Mitarbeiter zum Sozialkaufhaus Lichtblick, das seit 2010 an der Heinrich-Nordhoff-Straße beheimatet ist. Hinzu kommen neun Frauen und Männer in Arbeitsgelegenheiten sowie eine Reihe von Ehrenamtlichen.

joe

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