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Letztes Fest fürs Stufenhochhaus

Wolfsburg-Detmerode Letztes Fest fürs Stufenhochhaus

Detmerode. Es war das allerletzte Fest für das Detmeroder Stufenhochhaus. Das markante Gebäude am Eingang des Stadtteils ist jetzt 50 Jahre alt geworden, Ende 2017/Anfang 2018 wird es allerdings abgerissen (WAZ berichtete). Die Neuland lud am Samstag alle Mieter zu einem letzten Fest ein - -es lag viel Wehmut in der Luft.

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Fest vorm Stufenhochhaus: Neuland-Azubis bauten ein Modell des Neubaus, das sich viele Mieter am Samstag gern anschauten.

Quelle: Boris Baschin

Viele Mieter der ersten Stunde kamen, um den Geburtstag des Detmeroder Wahrzeichens zu feiern. Im September 1966 zogen die ersten Mieter in das für damalige Verhältnisse hochmoderne Haus mit 172 Wohnungen ein. Rita Kühn (72) war eine von ihnen. Sie lebt seit 50 Jahren in dem Gebäude, bald wird sie umziehen müssen. Der erste Umzug ihres Lebens. „Ich bin sehr traurig. Ich fühle mich so wohl hier“, sagt die Detmeroderin. Nachbarin Bärbel Poschmann und Ehemann Axel sind vor vier Wochen aus dem Hochhaus in die Kennedy-Allee gezogen. Das Paar hat auch 50 Jahre in dem Stufenhochhaus gelebt. „Der Umzug war eine Strapaze, aber jetzt sind wir sehr glücklich mit der neuen Wohnung.“ Zwar fehle ihnen manchmal der herrliche Blick, den sie früher aus dem achten Stock bis hin zum Brocken gehabt hatten, „aber jetzt schauen wir auf den Wald, das ist auch ganz wunderbar.“

Vor allem die Gemeinschaft in dem Haus war etwas Besonderes: Es gab viele Feste, Seniorennachmittag, Feiern und Treffen. Jürgen Kleinert (76) erinnert sich gern daran: „Es war wunderbar. Wir haben uns alle prima verstanden. Das wird mir fehlen.“ Er wird nächstes Jahr umziehen.

Neuland-Geschäftsführer Hans-Dieter Brand sprach bei dem Fest mit vielen Mietern, bedankte sich für ihr Verständnis. „Uns ist die Entscheidung, das Haus abzureißen, sehr sehr schwer gefallen“, betonte er. Aber eine Sanierung sei einfach nicht mehr möglich. Nach dem Abriss wird an gleicher Stelle ein neuer Komplex entstehen (siehe Text). 40 Millionen Euro wird das Projekt kosten, es werden Ein- bis Fünf-ZimmerWohnungen geschaffen, 30 Prozent davon sollen Sozialwohnungen sein.

jes

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