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Leitpfosten: Stadt sichert Sturzgrube!

Wolfsburg Leitpfosten: Stadt sichert Sturzgrube!

Ist die Grube im Allerpark nun doch ein amtlich festgestelltes Sicherheitsrisiko? Die Stadt hat jetzt dort vier Leitpfosten mit Katzenaugen gesetzt, die in der Nacht reflektieren.

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Poller mit Katzenaugen: Auf Wunsch der Feuerwehr hat die Stadt die Grube im Allerpark besser gesichert, in die Thomas Margraf letztes Jahr gestürzt war (kl. Foto links).

Quelle: Photowerk (bb/he)

Grund: Der Weg neben der Grube dient als Feuerwehrzufahrt zum neuen kleinen Stadion - und die Feuerwehr hatte auf diese Markierung ausdrücklich Wert gelegt.

Vor einem Jahr war der Wolfsburger Thomas Margraf nachts in die unbeleuchtete und ungesicherte Grube gestürzt und hatte sich schwer verletzt. Er verlangt von der Stadt Schadenersatz, die Verwaltung aber lehnt das ab (WAZ berichtete mehrfach). In erster Instanz verlor das Sturzopfer vor dem Landgericht, demnächst steht die Berufung vor dem Oberlandesgericht an. Und dort sieht Andrea Margraf, die Ehefrau des Sturzopfers, nun weitere Argumente auf ihrer Seite. Dass die Stadt die Poller mit den reflektierenden Katzenaugen gesetzt habe, sei nichts anderes als das „schamhafte Eingeständnis, dass die Stelle doch gefährlich ist und gesichert werden muss“. Allerdings kämen ihr die vier Pfosten eher „wie eine Baby-Absperrung vor, die eigentlich nichts nutzt. Da fehlt ein durchgehender Zaun.“

Bisher hatte die Stadt eine Verletzung ihrer Verkehrssicherungspflicht stets bestritten. Sind die neuen Poller nun ein Eingeständnis, dass es so doch nicht geht? Nein, sagt Stadt-Sprecher Ralf Schmidt. Mit dem Bau des neuen kleinen Stadions erhalte die dortige Feuerwehrzufahrt erheblich mehr Bedeutung: „Die Markierung wurde auf Wunsch der Feuerwehr gesetzt, damit Fahrzeuglenker nachts, bei Regen oder Schneefall die Stelle relativ zügig passieren können.“ Das könnte man allerdings auch so interpretieren, dass das ungesicherte Loch selbst den Profis der Berufsfeuerwehr nicht ganz geheuer ist. Bleibt abzuwarten, wie das Oberlandesgericht die Sache sieht - es geht um 7000 Euro Schmerzensgeld und Verdienstausfall.

fra

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