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Leiter der Mordkommission: „Wir werden weiter ermitteln“

Wolfsburg Leiter der Mordkommission: „Wir werden weiter ermitteln“

Heute liegt der Mord an Sabine B. genau ein Jahr zurück, bis heute ist der Täter nicht gefasst. Die WAZ sprach mit Jürgen Blötz, dem Leiter der Mordkommission „Reislingen“, über den Stand der Ermittlungen.

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Trauriger Jahrestag: Auch nach genau einem Jahr gibt es noch keine heiße Spur im Mordfall Sabine B. (kl. Bild).

WAZ: Herr Blötz, seit einem Jahr gibt es im Mordfall Bittner keine wirklich heiße Spur. Besteht die Gefahr, dass dieser Fall ebenso ungelöst bleibt wie zum Beispiel der Mordfall Brock, der sich vor 17 Jahren in Wolfsburg ereignete?

Blötz: Trotz hoher Aufklärungsquoten bei Mordfällen besteht immer die Gefahr, dass ein Fall mal nicht aufgeklärt wird. Die Vergangenheit zeigte aber auch, dass oftmals die Tötungsdelikte nach Jahren aufgeklärt werden.

WAZ: Was lässt Sie hoffen, den Fall Sabine B. doch noch lösen zu können?

Blötz: Mord lässt die polizeilichen Ermittlungen niemals ruhen. Aus den Untersuchungen resultieren immer wieder Personen, die weitere Angaben zum Sachverhalt machen können.

WAZ: In diesem Fall sind 20.000 Euro Belohnung ausgesetzt worden. Hat diese hohe Belohnung schon etwas gebracht, treffen neue Hinweise bei Ihnen ein?

Blötz: Das Hinweisaufkommen hat sich nicht geändert.

WAZ: Wie reagiert die Mordkommission, wenn sich auch nach der Aktenzeichen-XY-Sendung, die im Frühjahr über den Fall berichtet, keine neue Spur ergibt?

Blötz: Die Sendung Aktenzeichen XY ist nur ein Hilfsmittel der Ermittlungen. Die polizeilichen Ermittlungen werden in jedem Fall fortgesetzt.

WAZ: Falls sich auf Dauer keine Spur ergibt: Wann würde die Mordkommission „Reislingen“ aufgelöst werden?

Blötz: Ein Zeitpunkt für eine mögliche Auflösung ist noch nicht absehbar. Sollte es kein endgültiges Ergebnis in der Zukunft geben, wird die Moko irgendwann aufgelöst, aber dennoch wird der Fall in der polizeilichen Bearbeitung bleiben.

rpf

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