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Leerstände: Steht das Südkopf-Center vor dem Aus?

Wolfsburg Leerstände: Steht das Südkopf-Center vor dem Aus?

Wolfsburg. Seit fast zwei Jahren herrscht im Basement des Südkopf-Centers nach dem Auszug von Real Totentanz, auch im Erdgeschoss schließen immer mehr Händler, zuletzt machte der Tabak- und Zeitschriften-Shop dicht - steht das Center vor dem endgültigen Aus als Handels-Standort?

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Südkopf-Center: Das Management hält an dem Konzept als Handelsstandort fest.

Quelle: Tim Schulze

Nein, sagt das Management und versprüht (Zweck-)Optimismus: Man befinde sich weiterhin „in Verhandlungen mit verschiedenen Mietinteressenten aus unterschiedlichen Branchen“.

Doch eine solche „großflächige Anmietung“ brauche Zeit, vertröstet ein Sprecher des Immobilienverwalters Atos auf die Zukunft. Eine Nachnutzung wäre mit einer „größeren Entwicklungsmaßnahme“ verbunden - Planung, baurechtliche Genehmigungen, Brandschutz, Finanzierung. Man stehe mit potentiellen „Ankermietern“ im Gespräch; aus der Lebensmittelbranche kämen diese zwar nicht, wie das Unternehmen bereits vor Monaten eingeräumt hatte. Aber darüber hinaus hätten auch „kleinere und mittelgroße Einzelhändler“ Interesse.

Allein: Die Realität sieht immer trauriger aus. Die vermieteten Flächen werden zum Großteil belegt durch Büros und Ärzte, die keinen Handelsumsatz bringen. Blumenladen, Frisör, Imbiss und andere sind bereits weg. Nun machte auch Maryna Baran ihren Tabakshop dicht, der nächste Leerstand. Bei der Frage nach den Gründen muss sie nicht lange überlegen: „Mit der Schließung von Real ging‘s nur noch bergab. Keine Kunden, kein Umsatz, dafür die hohe Miete - es geht nicht mehr.“

fra

Den alten Kahn flott machen

ein Kommentar von Kevin Nobs

Die vielen Leerstände im Südkopf-Center mögen viele Gründe haben. Dabei glaube ich, ist ein Punkt nicht zu vernachlässigen: Der ganze Bau sieht einfach ziemlich abgetakelt aus! Um wieder Mieter an Bord zu holen, müsste man den alten Kahn erstmal wieder flott machen.

Die Idee, ein Gebäude wie ein Schiff zu bauen, war ja originell. Aber mehr als der Grundriss und die Bullaugen erinnern daran nicht mehr. Vielleicht könnte man die triste Farbe überstreichen, ringsum echte Holzplanken anbringen und ein solches Konzept auch drinnen fortführen.

Vielleicht hilft‘s, vielleicht nicht. Aber es ist allemal besser, als nur auf neue Ankermieter zu warten.

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