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Stadt Wolfsburg Langes Warten auf OP-Termin: „Das ist für mich unbegreiflich“
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Langes Warten auf OP-Termin: „Das ist für mich unbegreiflich“
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11:00 29.09.2018
Niederschmetternd: Wolfgang Wengel fühlt sich mit den psychischen Folgen seiner Diagnose allein gelassen. Quelle: Roland Hermstein
Wolfsburg

Die Entfernung seiner linken Niere soll am kommenden Montag erfolgen. Aus onkologischer Sicht sei der Termin zu verantworten, heißt es dagegen aus dem Klinikum.

„Ich habe im ganzen Körper Schmerzen“, beschreibt Wolfgang Wengel seinen aktuellen Zustand im Gespräch mit der WAZ. Los ging es nach seiner Darstellung Mitte August. „Ich hatte Blut im Stuhl und ging zu meinem Urologen“, erinnert er sich. Der schickte ihn ins Klinikum, wo in einem operativen Eingriff Gewebeproben entnommen wurden. „Bis hierhin war alles okay“, berichtet Wolfgang Wengel.

Patient: „Ich hatte Angst, dass der Tumor bereits gestreut hat“

Da er zusätzlich in der rechten Körperseite Schmerzen hatte, bat er auch dort um eine entsprechende Untersuchung. „Ich hatte Angst, dass der Tumor bereits gestreut hatte“, sagt er. „Die rechte Niere stellte sich als völlig unauffällig dar“, sagt Klinikumssprecher Thomas Helmke mit Blick auf eine erfolgte Ultraschalluntersuchung.

„Wir hoffen, dass es noch nicht zu spät ist“, soll ein behandelnder Arzt nach Mitteilung der Diagnose Nierenbeckentumor links zu Wolfgang Wengel gesagt haben. „Ich bekam tierische Angst und fühlte mich wie auf eine Abschiedsreise geschickt. Ich hätte erwartet, dass eine OP sofort erfolgt.“ So schnell kann dies laut Klinikum allerdings nicht gehen: „Bevor die Entscheidung gefällt wird, dass eine Niere wegen eines Nierentumors entfernt wird, muss die Diagnose gesichert werden. Dies erfolgte durch eine Nierenbeckenbiopsie“, erläutert Thomas Helmke.

Klinikum: Beunruhigung des Patienten ist „verständlich“

Dass der Patient den Befund zunächst mit seinem niedergelassenen Urologen besprechen musste, liegt dem Sprecher zufolge daran, dass das Ergebnis wie in der Regel üblich erst nach seiner Entlassung aus dem Klinikum vorgelegen hätte. Im Hinblick auf die Zeitspanne zwischen Diagnose und OP-Termin sagt Thomas Helmke: „Verständlicherweise ist der Patient sehr beunruhigt durch seine Tumorerkrankung, wobei rein von der Tumorerkrankung zu erwähnen ist, dass innerhalb dieser Zeit keine Gefahr der Streuung besteht.“

Nach einem Gespräch mit dem Chefarzt der Urologie am Mittwoch schöpft Wolfgang Wengel wieder neuen Mut: „Da habe ich zum ersten Mal klar gehört, dass es noch nicht zu spät ist. Da ist der enorme Druck aus den vergangenen Wochen etwas von mir abgefallen“, sagt er.

Von Jörn Graue

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