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Landleben: Hohe Strafe nach der Pleite

In Wolfsburg vor Gericht Landleben: Hohe Strafe nach der Pleite

Die Pleite des Landlebens in Kästorf hat nun auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich gezogen. Gestern wurde der Geschäftsführer (59) des Romantikparks zu 3600 Euro Geldstrafe verurteilt - wegen Insolvenzverschleppung und Bankrotts. Eine zweite Geschäftsführerin hatte zuvor einen Strafbefehl akzeptiert.

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Amtsgericht: Landleben-Ex-Geschäftsführer (59) wegen Insolvenzverschleppung und Bankrotts verurteilt.

Quelle: Roland Hermstein (Archiv)

Vor zweieinhalb Jahren hatte die mit 1,3 Millionen Euro verschuldete Romantikpark Landleben GmbH Insolvenz angemeldet - viel zu spät aus Sicht der Staatsanwaltschaft. Die Behörde beantragte beim Amtsgericht zwei Strafbefehle - die frühere Geschäftsführerin akzeptierte die Geldstrafe, der 59-Jährige legte Berufung ein. So kam es zur Hauptverhandlung vor Gericht.

Während die Staatsanwaltschaft den 59-Jährigen als „faktischen Geschäftsführer“ des Landlebens ansah, der als graue Eminenz im Hintergrund tatsächlich das Sagen gehabt habe, bestritt der Angeklagte diese Rolle. Er sei nur beratend tätig gewesen und habe bestenfalls mal ausgeholfen, „auch beim Kochen“, so seine erste Einlassung - eine langwierige Beweisaufnahme mit vielen Zeugen drohte.

Nach einer Sitzungsunterbrechung und vielen Beratungen einigten sich Gericht, Staatsanwaltschaft und Angeklagter allerdings auf eine Verständigung: maximal 90 Tagessätze (damit gilt man offiziell als nicht vorbestraft) im Falle eines Geständnisses. Der 59-Jährige räumte die Vorwürfe ein, Strafe: 90 Tagessätze zu je 40 Euro, unterm Strich 3600 Euro. Vergleichsweise wenig angesichts einer Bürgschaft über 800.000 Euro, die bei der Gläubigerbank des Landleben für ihn zu Buche steht.

fra

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