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Ladendiebstähle: Wolfsburg erfreulich weit hinten

Platz 91 von 100 Großstädten Ladendiebstähle: Wolfsburg erfreulich weit hinten

Das ist doch mal erfreulich: Laut einer aktuellen Erhebung gibt es in Wolfsburg viel weniger Ladendiebstähle als in anderen Großstädten. Am Problem an sich ändere das aber leider wenig, sagt Einzelhandelschef Matthias Lange.

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Die Unterwäsche landet schon mal in der Handtasche: Laut einer Studie liegt Wolfsburg in Sachen Ladendiebstahl auf dem guten Platz 89 der 100 größten deutschen Städte.

Quelle: Archiv

Wolfsburg. Ausgerechnet das Internetportal „billiger.de“ hat jetzt ermittelt, in welchen deutschen Städten sich Kunden 2015 am billigsten bedienten. Die meisten Ladendiebstähle pro 100.000 Einwohner gab es in Flensburg (1308), auch Hannover liegt mit 1076 im dunkelroten Bereich. Wolfsburg steht mit lediglich 496 Fällen auf Platz 89 der 100 größten Städte. Bei Kfz-Diebstählen und Wohnungseinbrüchen ist die VW-Stadt vorne mit dabei, bei den Ladendiebstählen fallen die Zahlen erfreulich niedrig aus.

Insgesamt gab es 2015 (Zahlen für 2016 liegen noch nicht vor) 626 angezeigte Fälle, 2014 waren es sogar nur 511, weiß Polizeisprecher Sven-Marco Claus. Das seien aus Sicht der Polizei aber eher Momentaufnahmen: „Es hängt beispielsweise auch davon ab, wie viele Ladendetektive es in den Geschäften gerade gibt.“

In dem Punkt ist Wolfsburg vergleichsweise gut aufgestellt, sagt Einzelhandelschef Matthias Lange: „Präventiv sind wir gut unterwegs.“ An den beiden Hauptproblemen ändere das aber leider wenig. Da sei zum einen die hohe Dunkelziffer - bis zu 90 Prozent aller Ladendiebstähle, so schätzen Experten, werden gar nicht zur Anzeige gebracht. Und: Wenn doch ein Langfinger erwischt wird, lässt ihn die Justiz viel zu häufig wieder laufen, hat Lange beobachtet: „Das wird dann als Bagatelldelikt wegen Geringfügigkeit ganz schnell eingestellt.“ Aus Sicht des Einzelhandels eine falsche Betrachtung: „Wenn im Jahr 1000 Artikel für je zehn Euro geklaut werden, sind auch 10.000 Euro futsch.“

fra

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