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Stadt Wolfsburg Kurioser Prozess um Schlägerei
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Kurioser Prozess um Schlägerei
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00:31 29.06.2014
Amtsgericht: Keiner konnte sich so recht erinnern. Quelle: Photowerk (bb/Archiv)
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Im Juli 2012 war eine Polizeistreife vor der Diskothek Airport gegen 5 Uhr morgens auf eine Schlägerei aufmerksam geworden. Mehrere Beteiligte wurden aufs Revier gebracht, darunter der Angeklagte (23), dem vorgeworfen wurde, er habe das Opfer (22) mit einem Gürtel geschlagen. Das Ganze kam erst jetzt vor Gericht, weil die Ermittlungen länger dauerten und der Beschuldigte zu einem ersten Termin nicht erschienen war.

Sowohl das Opfer als auch ein Freund (22), der als Zeuge aussagte, konnten sich jetzt nicht mehr daran erinnern, den Angeklagten im Beisein der Polizisten beschuldigt zu haben. Im Gegenteil: Beide waren überzeugt, den 23-Jährigen noch nie vorher gesehen zu haben.

Der 23-jährige Angeklagte seinerseits machte von seinem Schweigerecht Gebrauch. Möglich, dass auch er sich nur noch schwer an die Schlägerei erinnerte: Laut Polizeiakte hatte er damals immerhin 1,8 Promille Alkohol im Blut. Auch Opfer und Zeuge waren nach eigener Aussage stark alkoholisiert, was die Ermittlungen nicht leichter machte.

Das Ende vom Lied: Das Verfahren wurde gegen Zahlung einer Geldstrafe eingestellt. 1000 Euro muss der Angeklagte in fünf Raten an die Robert-Enke-Stiftung überweisen.

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