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Stadt Wolfsburg Kunststation: Ein Mausoleum im Bahnhof
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Kunststation: Ein Mausoleum im Bahnhof
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00:26 18.07.2014
Neu gestaltet: Maximilian Thiel (l.) verwandelte den Wartebereich des Wolfsburger Bahnhofs in ein Mausoleum. Brigitte Digel, Stefan Hörner und Marcus Körber (v.r.) bestaunen die Arbeit. Quelle: Foto: Hensel
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Anschließend folgt eine weitere Eröffnung in der Städtischen Galerie: Benjamin Badock zeigt Holzschnitte im Schloss. Diese Technik verwendet auch Thiel in seiner Arbeit am Bahnhof, die er „Wandschnitt“ nennt. Es ist Thiels zweites Mausoleum: Das erste entstand im Mexiko City, dort lebte der Künstler eineinhalb Jahre. Mexiko ist ein Land , in dem der Totenkult eine lange Tradition hat. „Ich habe mir dort verschiedene Grabstätten angeschaut und festgestellt, dass sie echte Touristenziele sind“, so Maximilian Thiel.

Das inspirierte ihn, eine Grabstätte, die eigentlich intim und privat ist, in einem öffentlichen Raum zu schaffen, den viele Menschen tagtäglich durchlaufen. Dafür ließ er Wände des Wartebereichs im Wolfsburger Bahnhof mit Gips verschmieren und bearbeitete den wie bei einem Holzschnitt mit abstrakten, floralen Motiven. Das neue Kunstwerk sorgt dafür, dass der Wartebereich im Bahnhof wieder ganz anders aussieht.

Und noch etwas inspirierte ihn: Der Norweger Emanuel Vigeland baute sich sein eigenes Mausoleum. Thiel setzte noch einen drauf: Er baute zwei Grabstätten - und dass, obwohl ein Mensch nur einmal stirbt.

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