Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 4 ° Regen

Navigation:
Kunstprojekt: Ein Flüchtlingsschiff machte Halt in der Autostadt

Flucht und Migration Kunstprojekt: Ein Flüchtlingsschiff machte Halt in der Autostadt

Ein Flüchtlingsschiff am Autostadt-Anleger. Mit dieser Aktion will ein Künstler auf Flucht und Migration aufmerksam machen.

Voriger Artikel
Diskussion um öffentlichen Grillplatz

„Mit Sicherheit gut ankommen“: Im Rahmen des Kunstprojekts zu Flucht und Migration machte ein echtes Flüchtlingsschiff Halt in der Autostadt.

Quelle: Gero Gerewitz

Wolfsburg. Ein echtes Flüchtlingsschiff lief am Montagabend am Anleger der Autostadt ein. Die „Al-hadj Djumaa“ kam im Sommer 2013 in Lampedusa an und ist derzeit mit 70 Skulpturen an Bord auf Tour durch Deutschland. Das Projekt „Mit Sicherheit gut ankommen“ soll auf die Themen Flucht und Migration aufmerksam machen.

Das Kunstprojekt machte am Montag und Dienstag Halt in Wolfsburg. Die Autostadt war neben dem Volkswagenwerk und der Stadt Wolfsburg offizieller Unterstützer der lokalen Aktion vor Ort. Die 70 Kupferfiguren auf dem Schiff gestaltete der dänische Künstler Jens Galschiøt in der Anmutung verschiedener Ethnien, um deutlich zu machen, dass das Thema Flucht nicht territorial begrenzt ist.

Nachdem das Schiff begleitet von afrikanischer Trommelmusik am Autostadtanleger ankam, durften die Besucher auch an Bord kommen, um einen Eindruck davon zu bekommen, wie es für die Geflüchteten während der fast dreitägigen Überfahrt gewesen sein muss. Dabei stellten die 70 Skulpturen wirklich nur einen kleinen Teil der Reisenden dar. Insgesamt 283 Flüchtlinge aus Eritrea und Äthiopien quetschten sich auf dem Boot zusammen, ohne Toiletten oder anderen Komfort. Frauen und Kinder waren unter einer kleinen Ladeklappe eingepfercht, um wenigstens einigermaßen geschützt gewesen zu sein.

Das Projekt „Mit Sicherheit gut ankommen“ ist eine Initiative der Stiftung „Outlaw. Die Stiftung“ setzt sich auf künstlerische und kulturelle Art mit dem Thema Flucht und Migration auseinander. In Wolfsburg sind sie dabei auf große Unterstützung gestoßen. Oberbürgermeister Klaus Mohrs, Ariane Kilian, Leiterin der Flüchtlingshilfe des Volkswagen-Konzerns, sowie Claudius Colsman, Mitglied der Autostadt-Geschäftsführung, lobten das Projekt unisono. Der Paritätische Wolfsburg und viele lokale Initiativen und Vereine nutzten die Gelegenheit, in beeindruckender Kulisse über ihre Arbeit und die Situation der Geflüchteten zu informieren.

Von Robert Stockamp

Voriger Artikel
Mehr aus Stadt Wolfsburg

Themenwoche "Sicherheit": Auf dieser Seite haben wir alle relevanten Artikel mit dem Schwerpunkt Wolfsburg für Sie zusammengefasst. mehr