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Stadt Wolfsburg Kunstmuseum: Fotos, die unter die Haut gehen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Kunstmuseum: Fotos, die unter die Haut gehen
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14:00 19.02.2017
Volles Haus: Im rappelvollen Foyer des Kunstmuseums eröffnete Direktor Ralf Beil die neue Ausstellung von Pieter Hugo. Quelle: Gero Gerewitz
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Wolfsburg

Hugo legt dabei den Finger in Wunden. Das Kunstmuseum zeigt seine Arbeiten bis 23. Juli in der neuen Ausstellung „Between the devil and the deep blue sea“.

Der Künstler ist von seiner ersten Retrospektive begeistert: „Ich bin sehr stolz auf die Ausstellung“, sagte er. Pieter Hugo wählt keine fotogenen Motive, sondern Individuen voller Fragilität, erklärte Direktor Ralf Beil bei der Eröffnung im rappelvollen Foyer. Sein Haus zeigt als erstes deutsches Museum einen umfassenden Überblick über Hugos Serien wie „Looking aside“, „Kin“, „The Hyena & Other Men“, „There’s A Place in Hell For Me and My Friends“ oder „Nollywood“, durch die Pieter Hugo bekannt geworden ist, sowie über die jüngst entstandenen Projekte „1994“, „Rwanda 2004: Vestiges of a Genocide“ und „Californian Wildflowers“.

Pieter Hugo, 1976 geboren, ist im postkolonialen Südafrika aufgewachsen und erlebte das Ende der Apartheid 1994. In seinen Fotos zeigt er nachdrücklich, wie überflüssig und sinnlos Rassenkonflikte sind, erklärte Kuratorin Uta Ruhkamp. Auch den Genozid an Tutsi in Ruanda thematisierte er. Hugo greift gern Themen auf, die schnell in der ganzen Welt bekannt werden, dann aber schnell vergessen sind.

Auch das nigerianische Nollywood besuchte er. Nollywood ist weltweit die drittgrößte Filmindustrie. Eigentlich wollte Hugo Aufnahmen von Filmsets machen, doch die Zeit reichte nicht. Also bat er Schauspieler, eigene Fantasien zu inszenieren. Heraus gekommen sind surreale Porträts.

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