Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Kunstmuseum: Fotos, die unter die Haut gehen

Ausstellung von Pieter Hugo eröffnet Kunstmuseum: Fotos, die unter die Haut gehen

Seine Bilder gehen unter die Haut: Der südafrikanische Fotograf Pieter Hugo zeigt in seinen Porträts, Stillleben und Landschaftsbildern Dinge, die nicht unbedingt schön sind. Am Samstag wurde im Kunstmuseum eine große Ausstellung eröffnet.

Kunstmuseum Wolfsburg 52.418778 10.78519
Google Map of 52.418778,10.78519
Kunstmuseum Wolfsburg Mehr Infos
Nächster Artikel
Phaeno: Jonglage, Einrad und faszinierende Kreisel

Volles Haus: Im rappelvollen Foyer des Kunstmuseums eröffnete Direktor Ralf Beil die neue Ausstellung von Pieter Hugo.

Quelle: Gero Gerewitz

Wolfsburg. Hugo legt dabei den Finger in Wunden. Das Kunstmuseum zeigt seine Arbeiten bis 23. Juli in der neuen Ausstellung „Between the devil and the deep blue sea“.

Der Künstler ist von seiner ersten Retrospektive begeistert: „Ich bin sehr stolz auf die Ausstellung“, sagte er. Pieter Hugo wählt keine fotogenen Motive, sondern Individuen voller Fragilität, erklärte Direktor Ralf Beil bei der Eröffnung im rappelvollen Foyer. Sein Haus zeigt als erstes deutsches Museum einen umfassenden Überblick über Hugos Serien wie „Looking aside“, „Kin“, „The Hyena & Other Men“, „There’s A Place in Hell For Me and My Friends“ oder „Nollywood“, durch die Pieter Hugo bekannt geworden ist, sowie über die jüngst entstandenen Projekte „1994“, „Rwanda 2004: Vestiges of a Genocide“ und „Californian Wildflowers“.

Der südafrikanische Fotokünstler Pieter Hugo steht in der Fotografieausstellung «Between the devil and the deep blue sea» im Kunstmuseum Wolfsburg. Es ist die erste institutionelle Einzelausstellung des Fotografen in Deutschland. Hugo beschäftigt sich mit Formen des Zusammenlebens unterschiedlicher Menschen in Diktaturen.

Zur Bildergalerie

Pieter Hugo, 1976 geboren, ist im postkolonialen Südafrika aufgewachsen und erlebte das Ende der Apartheid 1994. In seinen Fotos zeigt er nachdrücklich, wie überflüssig und sinnlos Rassenkonflikte sind, erklärte Kuratorin Uta Ruhkamp. Auch den Genozid an Tutsi in Ruanda thematisierte er. Hugo greift gern Themen auf, die schnell in der ganzen Welt bekannt werden, dann aber schnell vergessen sind.

Auch das nigerianische Nollywood besuchte er. Nollywood ist weltweit die drittgrößte Filmindustrie. Eigentlich wollte Hugo Aufnahmen von Filmsets machen, doch die Zeit reichte nicht. Also bat er Schauspieler, eigene Fantasien zu inszenieren. Heraus gekommen sind surreale Porträts.

syt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Wolfsburg

Auf dieser Themenseite zur Landtagswahl 2017 in Niedersachsen finden Sie alle News, Informationen und Prognosen zu der Wahl des niedersächsischen Landtags. mehr