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Kulis, Sticker, Salzproben: Gesucht wird alles, Hauptsache umsonst

Liebhaberei oder Sammelwut Kulis, Sticker, Salzproben: Gesucht wird alles, Hauptsache umsonst

Sammeln kann zur Leidenschaft werden. Und am meisten Spaß macht sie, wenn es etwas umsonst gibt. Ob Kugelschreiber, Einkaufswagen-Chips oder Jutebeutel. Wird bei Wolfsburger Firmen, Vereinen und Institutionen oft nach kostenlosen Werbegeschenken nachgefragt? Die WAZ hörte sich um.

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Wasserbälle im Badeland (r.), Kugelschreiber bei VW-Immobilien: Solche kleinen Giveaways bescheren oft große Freude.

Wolfsburg. Keine Frage: Wenn‘s um das Stadtmarketing geht, ist in Wolfsburg die WMG die Nummer eins. „Uns erreicht eine Vielzahl von Anfragen nach kostenlosen Giveaways“, sagt Geschäftsführer Holger Stoye. Immer werde über den Einzelfall entschieden, goldene Regel: „Gerne unterstützen wir diejenigen, die für Wolfsburg und nicht für sich selbst positiv werben wollen“ - mit Kulis, Ansteckern mit Wolfs-Motiv oder WOB-Lollis. Der privaten Sammelleidenschaft könne man so aber nicht gerecht werden, macht Stoye klar: „Dafür gibt es unsere Merchandising-Artikel in der Tourist-Information zu kaufen.“

I love Wolfsburg: Bei der WMG gibt es viele Merchandising-Produkte.

Wenig überraschend: Rund 2000 entsprechende Anfragen von Fans erreichen den VfL Jahr für Jahr, berichtet Sprecherin Barbara Ertel-Leicht - „sehr viel davon aus dem Ausland.“ Gefragt bei den Fans sind Autogrammkarten, Stadionmagazine oder Pins; sogar alte Eintrittskarten gelten als begehrt.

„Solche Anfragen kommen häufiger, als man denkt“, sagt DOW-Manager Michael Ernst. Häufig seien es aber erkennbar Massenmails, die wahllos gestreut werden; ein Phänomen, das auch viele andere kennen und mit dem die „Sammler“ selten Erfolg haben. Originell: Hin und wieder wird beim DOW auch nach Glückswunschkarten - für einen Bekannten zum Geburtstag, für Freunde zur Hochzeit - nachgesucht. Michael Ernst: „Wenn wir gerade eine Aktion mit Karten und zudem Zeit haben, machen wir das auch.“

Das Phaeno lässt Kugelschreiber, manchmal auch Jojos, Sticks oder Skatspiele produzieren. „Verschicken können wir das wegen des Aufwands zwar nicht“, sagt Sprecherin Martina Flamme-Jasper. „Aber wenn jemand vor Ort freundlich nachfragt...“ Ähnlich ist es im Badeland, Torsten Krier: „Nach einer Reihe dubioser Mails sind wir da vorsichtig.“ Vor Ort gibt es Wasserbälle oder Buntstifte, Salzproben oder Schlüsselanhänger.

Nur wenige Anfragen vor Ort, dafür aber großes Interesse bei Auftritten auf Messen verzeichnet die Autostadt. Sprecher Tobias Riepe: „Da halten wir natürlich Kulis, Taschen oder andere Goodies bereit, die gern genommen werden.“ Ähnlich ist es bei VW selbst, wie ein Sprecher sagt: „Werbemittel werden heutzutage sehr zielgruppengenau eingesetzt.“ Eine breite Streuung gebe es heute nicht mehr.

Insgesamt sagten viele unsere Ansprechpartner: Früher war die Sammelwut größer, die Anfragen nähmen eher ab. Neuer Trend statt dessen, den beispielsweise Stadtwerke, VWI, Neuland oder auch die Grizzlys beobachten: Vielfach bitten Vereine, Verbände, Schulen oder Kitas um Unterstützung für eine Tombola. „Das kommt häufig aus der Region, meist werden Jugendarbeit oder Ehrenamt gefördert“, weiß Yannick Imler vom Wolfsburger DEL-Verein. „Und dann sind wir auch häufig bereit, eine kleine Auswahl Fanartikel zusammen zu stellen.“

fra

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