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Kündigung von VfL-Abos: Sturm der Entrüstung

Wolfsburg Kündigung von VfL-Abos: Sturm der Entrüstung

Die massenhaften Kündigungen von VfL-Dauerkarten-Abonnements für die neue Saison hat unter den Fans einen Sturm der Entrüstung nach sich gezogen. Immer mehr Anhänger beschweren sich über das Vorgehen des Vereins.

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Fanblock in der VW-Arena: Der VfL steht wegen massenhafter Kündigungen von Dauerkarten-Abos bei vielen Fans massiv in der Kritik.

Quelle: Boris Baschin

Die Kündigungen werden vom VfL nach wie vor nicht begründet. Der Verein muss sich in einigen Fällen vorwerfen lassen, auf Härtefälle überhaupt nicht zu reagieren.

Vor der Saison hatte VfL-Geschäftsführer Thomas Röttgermann angekündigt, man werde sich das Verhalten der Dauerkarten-Inhaber genau anschauen - Ziel ist es offenbar, häufig fehlenden Besuchern die Dauerkarte zu streichen und so leere Plätze in der VW-Arena zu minimieren.

Dazu hat der Verein offensichtlich das vertragliche Recht, konkreter will sich der Verein aus juristischen Gründen nicht äußern. Doch wie der VfL von diesem Recht Gebrauch macht, sorgt für mächtig Unmut - der WAZ-Bericht in der letzten Woche wurde online 35.000 mal angeklickt und damit zum Aufreger des bisherigen Jahres.

Die Fans beschweren sich insbesondere über zwei Punkte. Erstens: Wenn in einem Dauerkarten-Abo einer häufig schwänzt, ist das komplette Abo für beispielsweise fünf Fans weg. „Eine Kollektivstrafe und Familienabstrafung“, schimpft beispielsweise Jens aus dem Bruch. Zweitens: Entgegen inoffizieller Beteuerungen des VfL, über Härtefälle wolle man gerne reden, erleben die Betroffenen das Gegenteil. Jens aus dem Bruch: „Ich habe zwei ausführliche Mails geschrieben und bekam die standardisierte Antwort: Der VfL müsse die Kündigung nicht begründen, die Plätze sind weg.“

Die gleiche Erfahrung schilderte ein 29-Jähriger der WAZ, dessen 28-jährige Ehefrau wegen einer komplizierten Schwangerschaft große Teile der Saison verpasste: „Ich war sogar bereit, ein Attest beizubringen. Als Reaktion bekam ich den Standardbrief, sonst nichts.“

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Übers Ziel hinaus

ein Kommentar von Ulrich Franke

Wer nur einmal im Jahr gegen die Bayern ins Stadion kommt, braucht keine Dauerkarte. Damit hat der VfL recht, niemand wird das anders sehen.

Mit den rigorosen Abo-Kündigungen aber ist der Verein meilenweit übers Ziel hinausgeschossen. Keine gelbe Karte, sofort rot, ohne Begründung. Fans, die nachvollziehbare Erklärungen für spärliche Besuche liefern könnten, bekommen statt eines Ansprechpartners die standardisierte Antwort-Mail: Pech gehabt. Und wenn von fünf Fans im Abo einer häufig schwänzt, muss es doch technisch möglich sein, diese eine Karte statt des kompletten Abos zu streichen. Stattdessen werden vier treue Fans in Sippenhaft genommen.

Der VfL sollte sich fragen, ob er allen Ernstes so mit seinen zahlenden Kunden umgehen will, die grün-weiß im Herzen tragen. Ein verärgerter Anhänger schrieb uns: „Insgesamt bleibt festzustellen, dass die Verantwortlichen (...) mit der sportlichen Entwicklung der Mannschaft mühelos mithalten.“ Viel gibt es dem nicht hinzuzufügen.

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Im Ärger um die gekündigten Dauerkarten rudert der VfL etwas zurück. In einer gestern Abend veröffentlichten Stellungnahme entschuldigte sich der Verein bei einem Teil der Fans, deren Dauerkarten-Abo gekündigt worden war. Wer eine unrechtmäßige Kündigung erhalten habe, könne seine Dauerkarte behalten.

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