Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Kontaktbeamter Kunkel geht in Ruhestand

Detmerode Kontaktbeamter Kunkel geht in Ruhestand

Eigentlich wollte er den Job als Kontaktbeamter in Detmerode gar nicht. Zu langweilig, dachte sich Klaus-Peter Kunkel. Dann machte er es zunächst für ein Jahr, daraus sind mittlerweile fast 28 Jahre geworden. Und keines davon war langweilig. Jetzt geht der 62-Jährige in den Ruhestand.

Voriger Artikel
Wolfsburg: Fahrzeugdiebe im Stadtgebiet aktiv
Nächster Artikel
Trickbetrüger prellen Rentnerin um ihr Erspartes

Geht in den Ruhestand: Der Detmeroder Kontaktbeamte Klaus-Peter Kunkel war fast 28 Jahre für den Stadtteil zuständig und hat dort viele Freundschaften geschlossen.

Quelle: Roland Hermstein

Wolfsburg. Am 23. Dezember ist sein letzter Arbeitstag, bis dahin hat er viele, viele Verabschiedungsfeiern bei Schulen und anderen Einrichtungen. „Ich gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge“, sagt Kunkel. Lachend, weil er sich auf den Ruhestand mit mehr Freizeit freut, mit einem weinenden, weil die Arbeit mit so ganz unterschiedlichen Gruppen künftig fehlt. „Es sind im Laufe der Jahre viele Freundschaften entstanden“, sagt der Polizeioberkommissar, der nachhaltigen Eindruck hinterlässt. „Einmal sprach mich eine junge Mutter auf der Straße an, die bei mir die Radfahrprüfung abgelegt hat. Dafür bedankte sie sich“, freut sich Kunkel.

Viele Kinder begleitete er vom Kindergarten bis zur Schule. Fußgängerdiplom, Gewaltprävention, Radfahrprüfung, Besuch bei der Polizei - das sind wichtige Säulen seines Konzeptes, das er selbst für Kontaktbeamte erarbeitet hat. Dazu kommen viele andere Projekte, dazu gehören gemeinsame Sprechstunden mit dem Ortsbürgermeister, um zu hören, wo Bürgern der Schuh drückt, und eine enge Zusammenarbeit mit dem Freizeitheim Detmerode. Probleme früh erfahren und sofort etwas dagegen tun - das war Kunkel immer wichtig bei der Arbeit. So bekam er verschiedene Konflikte in den Griff: Linke und rechte Gewalt oder eine Bande, die ihr Unwesen trieb. Auch die jungen Kasachen, die dachten, die deutsche Polizei sei korrupt und gewalttätig wie die Einsatzkräfte in ihrer Heimat, konnte er vom Gegenteil überzeugen. Das war nicht einfach.

Polizist werden, das war der große Wunsch von Kunkel, der in Hattingen (Nordrhein-Westfalen) aufgewachsen ist. Damit wollte er in die Fußstapfen des Patenonkels treten. Weil er nach der Schule zu jung dafür war, machte er eine Ausbildung zum Technischen Zeichner. Das half ihm später, genaue Unfallskizzen anzufertigen. Die waren so gut, dass er sämtliche Straßenkreuzungen seines damaligen Dienstortes zeichnete, die Vorlage für Unfallskizzen waren. 1982 wechselte Kunkel nach Wolfsburg, weil seine Frau Magdalene zurück in ihre Heimat Brome wollte.

syt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Wolfsburg

Themenwoche "Sicherheit": Auf dieser Seite haben wir alle relevanten Artikel mit dem Schwerpunkt Wolfsburg für Sie zusammengefasst. mehr