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Stadt Wolfsburg Kontakt zu Menschen: Flüchtlinge verkaufen Schuhe
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Kontakt zu Menschen: Flüchtlinge verkaufen Schuhe
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10:43 10.01.2018
Voll im Job: Die Flüchtlinge Homaun Hosseiny und Azrakhsh Dashna arbeiten seit September bei Reno. Das enge Zusammenwirken von Michael Borchert, Marcel Standar und Kristina Scarati (v.l.) macht es möglich.  Quelle: Sebastian Bisch
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Wolfsburg

 Auf fremde Menschen zugehen und ihre Bedürfnisse erkennen: Das ist für die Flüchtlinge Homaun Hosseiny und Azrakhsh Dashna mittlerweile Alltag. Beide arbeiten seit Anfang September im Schuhhaus Reno am Nordkopf im Verkauf. Dass es dazu kam, ist auch ein Verdienst von Integrationsmoderator Marcel Standar und der Arbeitsagentur Wolfsburg.

„In jeder Sekunde kann ich mit neuen Menschen in Kontakt treten“, beschreibt der 27-jährige Homaun Hosseiny aus dem Iran einen Vorzug seines Ausbildungsplatzes zum Verkäufer. In seiner Heimat hatte er bereits eine Ausbildung zum Schneider absolviert: „Ich habe allerdings gemerkt, dass das nicht meine Arbeit ist.“ In ihrem neuen Tätigkeitsfeld sind sowohl Homaun Hosseiny als auch der 29-jährige Azrakhsh Dashna aus Afghanistan, der als Aushilfe im Verkauf arbeitet, echte Allrounder.

Die Beratung von Kunden, die Aufgabe von Bestellungen oder der Dienst an der Kasse: Täglich gibt es reichlich zu tun. „Die Vielfalt ist besonders“, sagt Azrakhsh Dashna, der in seiner einstigen Heimat Wirtschaft studiert und in einer Bank gearbeitet hatte. „Ich möchte mein Deutsch verbessern und mich immer steigern“, steht für ihn fest.

Der Inhaber der Reno-Filiale, Michael Borchert, ist von den beiden Mitarbeitern angetan. „Beide bekommen viel Lob von den Kunden, das ist in der Form noch nicht dagewesen.“ Auch er lobt das große Engagement, mit dem beide ihre Aufgaben bewältigten. Probleme mit sprachlichen Barrieren gebe es keine.

Das Zusammenfinden von Arbeitgeber und Mitarbeitern geht auf den Einsatz von Integrationsmoderator Marcel Standar von der Wolfsburg AG zurück. Dessen Aufgabe: Geflüchtete Menschen in den Arbeitsmarkt integrieren. „Dies geschieht über Vernetzung und intensive Unterstützung Einzelner“, so Standar. Ein wichtiger Netzwerkpartner ist der Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit und des Jobcenters. Die Tätigkeit der beiden jungen Männer ist aus Sicht von Mitarbeiterin Kristina Scarati „eine Erfolgsgeschichte“.

Von Jörn Graue

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