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Konjunktur brummt: Geschäftsleute sind optimistisch für 2014

Wolfsburg Konjunktur brummt: Geschäftsleute sind optimistisch für 2014

VW kurbelte die Konjunktur in Wolfsburg 2013 enorm an: Im Handwerk brummt‘s, auch Handel und Hotellerie blicken zumindest zufrieden zurück und vorsichtig optimistisch nach vorn.

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Kaufkraftmotor und neue Herausforderung: Dank Volkswagen haben die Leute viel Geld im Portemonnaie, das neue Hotel am Nordkopf verschärft den Wettbewerb in der Hotelbranche.

Quelle: Britta Schulze (1) / Archiv (2)

Prall gefüllt sind die Auftragbücher im Handwerk, sagt Kreishandwerksmeister Matthias Schultz: „Die Betriebe arbeiten am Limit, daran wird sich absehbar auch nichts ändern.“ Für das komplette Jahr 2014 sehe die Auftragslage „wirklich gut aus“. Für Kunden bedeute das: Wer renovieren oder umbauen möchte, sollte langfristig planen. „Heute anschauen, morgen loslegen - damit wird es nichts“, sagt Schultz.
Viele Aufträge aus dem Jahr 2013 könnten erst 2014 abgearbeitet werden. Warum stellen die Firmen dann nicht einfach mehr Mitarbeiter ein? Schultz: „Die Kunden erwarten von uns Handwerkern Qualität, zu Recht. Aber ausgebildete und qualifizierte Spezialisten sind eher rar gesät.“

Im Handel verhagelte der lange Winter ein wenig das Frühjahr, insbesondere im Textilbereich: „Bei Schnee und Eis hat kein Kunde Lust, die Sommerkollektion zu kaufen“, sagt Einzelhandels-Chef Matthias Lange. Das zweite Halbjahr sei zum Glück besser gelaufen, gerade im Dezember schlug sich die hohe Kaufkraft (vor allem dank VW) nieder - „unterm Strich war es ein Jahr mit normalen Umsätzen.“ Neubaugebiete, Einwohnerzuwachs, gute Automobilkonjunktur - „für 2014 sehe ich als Berufsoptimist viele positive Vorzeichen“, sagt Lange.

Grundsätzlich positiv blickt die Hotellerie nach vorn, doch große Herausforderungen stehen im Raum. Die neuen Hotels vor dem Bahnhof (im Bau) und im Allerpark (in Planung) bringen 800 zusätzliche Betten nach Wolfsburg. „Die können und wollen wir ja nicht verhindern“, sagt Dehoga-Chef Wolfgang Strijewski. Allerdings gehe damit auch ein „deutlich spannender Wettbewerb“ einher.
Darum sehe man die Stadt in der Pflicht, mehr Wochenend-Touristen anzulocken. Dies stehe und falle mit außergewöhnlichen Angeboten zur abendlichen Unterhaltung: „Und da muss noch sehr viel passieren, um annähernd die Qualität der bereits vorhandenen touristischen Leuchttürme in der Stadt zu erreichen.“
Im Gaststättengewerbe werde sich das Aussterben der Eckkneipen fortsetzen: „Die Systemgastronomie läuft. Alle anderen müssen sehen, wo sie bleiben.“

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Nach starkem Jahr 2013: Handel bleibt zuversichtlich

Der Wolfsburger Handel blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2013 zurück – und geht mit viel Zuversicht ins neue Jahr 2014.

Mit dem Geschäftsverlauf 2013 ist City-Galerie-Manager Christian Polkow „sehr zufrieden“. Die Umstrukturierungen der letzten zwei Jahre hätten deutlich positive Auswirkungen gezeigt, im ganzen Center seien Umsatzzuwächse zu verzeichnen gewesen: „Fürs nächste Jahr bin ich optimistisch, dass wir punktuell noch erhöhen können.“

Ein „sehr spannendes gutes Jahr“ liegt hinter den Designer Outlets (kl. Bild), wie Manager Michael Ernst sagt – ganz im Zeichen der Erweiterung um 28 teilweise bereits eröffnete Shops. Umsatz- und Besucherzahlen seien trotz schwieriger Konjunktur einmal mehr gesteigert worden. Man blicke sehr zuversichtlich ins Jahr 2014. Werbeaktivitäten insbesondere in Hannover sollen weiter intensiviert werden, „um Wolfsburg als Shopping-Destination noch besser zu positionieren.“

Ins Jahr der Fußball-WM 2014 geht Media-Markt-Chef Karl-Heinz Lengler voller Optimismus: „Großbildfernseher und Tablets werden davon profitieren.“ 2013 habe mit der Eröffnung des Markts in Gifhorn die Region begeistert, vor der Online-Konkurrenz sei ihm nicht bange: „Qualifizierte Fachberatung gibt es nur im Geschäft. Und wie eine neue HiFi-Anlage klingt oder die Bilder im Flat-TV wirken, das kann kein PC darstellen.“

Im Autohaus Wolfsburg war 2013 entscheidend mitgeprägt von der Hagelkatastrophe Ende Juli. „Das beschäftigt uns bis heute“, sagt Torsten Kietzmann, Sprecher der Geschäftsführung. Obwohl die Mitarbeiter in zahllosen Überstunden tausende Fahrzeuge ausgebeult und lackiert hätten, seien die Abläufe aufgrund der Masse an Schäden bisweilen schwierig gewesen. Dennoch: Mit der wirtschaftlichen Entwicklung sei man zufrieden, „wir gehen auch von einem durchaus positiven Verlauf 2014 aus.

Einen Schlag wird allerdings die Wolfsburger Nahversorgung im neuen Jahr verkraften müssen: Real schließt seinen Supermarkt im Südkopfcenter wegen „Unwirtschaftlichkeit des Standorts.“ In den beiden SB-Warenhäusern in Nordsteimke und Hattorf seien aber keine Veränderungen geplant, teilte das Unternehmen mit.

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