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Stadt Wolfsburg Kommissarischer Polizeichef: „Ich habe sofort zugestimmt“
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Kommissarischer Polizeichef: „Ich habe sofort zugestimmt“
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00:16 01.08.2016
Gerhard Radeck: Er übernimmt bis zum 10. August die Nachfolge von Hans-Ulrich Podehl als Wolfsburger Polizeichef.
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Herr Radeck, wie haben Sie erfahren, dass Sie der Interims-Chef der Polizeiinspektion werden?

Ich war gerade auf einer Dienstreise in Köln zum Thema Zuwanderung. In einer Besprechung dort rief mich Polizeipräsident Michael Pientka auf dem Handy an und sagte mir Bescheid. Als er die Gründe gesagt hat, musste ich erstmal tief durchatmen.

Hat er Sie gefragt, ob Sie die Stelle übernehmen oder war das eine Anordnung?

Er hat mich gefragt und ich habe sofort zugestimmt. Ich bin der ranghöchste und dienstälteste leitende Beamte - für mich war das eine Selbstverständlichkeit. Wir haben aber klar gesagt, dass ich das nur für 14 Tage mache, bis zum 10. August. Ich kandidiere hier in Helmstedt als Landrat. Nach dem 10. August konzentriere ich mich auf den Wahlkampf. Freigestellt wird man dafür übrigens nicht - ich nehme mir bis zur Kommunalwahl Urlaub.

Wie geht es dann in der Polizeiinspektion weiter?

Am 9. August kommt der Stellvertreter von Herrn Podehl, der Leiter Einsatz Oliver Meyer, aus dem Urlaub zurück. Er übernimmt dann bis auf Weiteres.

Sie kennen Wolfsburg noch aus Ihrer Zeit als Kripo-Chef. Mit welchem Gefühl kommen Sie zurück?

Ich bin ohnehin oft zu Besprechungen in Wolfsburg und kenne auch von früher noch fast alle Kollegen, nur die ganz jungen nicht. Über die Arbeit mache ich mir keine Sorgen, vor Ort bekommen wir alles gewuppt. Herr Podehl hat gut gearbeitet, die Polizei ist gut aufgestellt.

Hatten Sie nach den Vorwürfen Kontakt mit Herrn Podehl?

Natürlich. Er ist mein Vorgesetzter und wir sind auch seit vielen Jahren befreundet.

Wie geht es ihm?

Den Umständen entsprechend nicht gut, das liegt in der Natur der Sache.

Interview: Kevin Nobs

WAZ-INFO: Gerhard Radeck

Der 57 Jahre alte Kriminaloberrat Gerhard Radeck übernimmt zeitlich befristet die Leitung der Polizeiinspektion Wolfsburg-Helmstedt. Die Stadt Wolfsburg kennt er gut, im Laufe der Stationen seiner Karriere hat er insgesamt 26 Jahre in der VW-Stadt gearbeitet.

Bis November 2006 war Radeck Leiter des Zentralen Kriminaldienstes Wolfsburg (sprich: Kripo-Chef). Dann wechselte er in den Stabsbereich der übergeordneten Polizeidirektion Braunschweig, übernahm aber im August 2007 abermals den Posten des Wolfsburger Kripo-Chefs.

Der nächste Wechsel stand im März 2008 an, Radeck wurde Leiter des Polizeikommissariats Braunschweig-Nord. Als solcher fiel zum Beispiel die Sicherheit bei Fußballspielen von Eintracht Braunschweig in seine Zuständigkeit. Im April 2012 schließlich übernahm der 57-Jährige die Leitung des Polizeikommissariats Helmstedt, das der Polizeiinspektion (PI) Wolfsburg-Helmstedt untergeordnet ist. Für zwei Wochen kommt er nun als PI-Leiter nach Wolfsburg.

Die Versetzung ihres Chefs Hans-Ulrich Podehl hat Wolfsburgs Polizisten kalt erwischt. Seit Donnerstag herrscht, heißt es aus der Heßlinger Straße, Verunsicherung. Podehl selbst war nicht zu erreichen. Was auch immer ihm vorgeworfen wird, kommt für den 60-Jährigen zur Unzeit: Ihm stand eine Beförderung bevor, in zwei Jahren geht er in Pension.

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